Situation eskaliert weiter : Tote und Verletzte bei „Anti-Terror-Einsatz“

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Situation eskaliert weiter : Tote und Verletzte bei „Anti-Terror-Einsatz“

, aktualisiert 13. April 2014, 15:08 Uhr
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Die Situation eskaliert immer weiter. Nun soll es auch Verletzte und Tote gegeben haben.

In Slawjansk hat ein Anti-Terror-Einsatz begonnen. Prorussische Separatisten haben staatliche Gebäude besetzt, Innenminister Awakow spricht von Schüssen auf die Polizei. Von Gasstreit bis Reaktionen, ein Überblick.

Der "Anti-Terror-Einsatz"

Neue Eskalation in der Ukraine-Krise: Bei einem „Anti-Terror-Einsatz“ gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die prowestliche Führung in Kiew befahl erstmals das Vorrücken von Spezialeinheiten, nachdem bewaffnete Gruppen in der Stadt Slawjansk mehrere Verwaltungsgebäude besetzt hatten. „Es wurden Kräfte aus allen Landesteilen herangezogen. Möge Gott mit uns sein“, sagte Innenminister Arsen Awakow am Sonntag.

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Auf Regierungsseite sei mindestens ein Offizier getötet worden, fünf weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Minister. Auf der Gegenseite habe es eine unbekannte Zahl an Opfern gegeben. Die Aktivisten hätten ohne Vorwarnung das Feuer auf die Regierungskräfte der Ex-Sowjetrepublik eröffnet. Awakow warf den Separatisten vor, Zivilisten als lebende Schutzschilde zu missbrauchen. Detaillierte unabhängige Berichte gab es zunächst nicht.

Augenzeugen zufolge stand Rauch über der Stadt - die Demonstranten hätten Barrikaden aus Autoreifen angezündet, hieß es. Schützenpanzer der Regierungseinheiten versperrten Zufahrten. Über der Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern kreisten Militärhubschrauber. Ein Sprecher der Separatisten sagte dem russischen Staatsfernsehen, die Aktivisten würden nicht aufgeben. Awakow rief Zivilisten auf, „sich aus dem Stadtkern zurückzuziehen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und den Fenstern fern zu bleiben“.

Kiew wirft Russland offen „Aggression“ in der russisch geprägten Region vor. Moskau wolle das Gebiet durch bezahlte Provokateure destabilisieren und dann dort einmarschieren. Russlands Außenminister Sergej Lawrow wies dies mit Nachdruck zurück. Er warnte bei einem Telefonat mit seinem US-Kollegen John Kerry, ein gewaltsames Eingreifen der Regierung in Kiew gefährde ein für Donnerstag in Genf geplantes Treffen von russischen, ukrainischen, US- und EU-Vertretern.

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Bewaffnete Angreifer in Kampfanzügen hatten unter „Russland! Russland!“-Rufen am Samstag die Kontrolle über die Polizeizentrale und den Sitz des Geheimdienstes in Slawjansk übernommen. Auch in anderen Orten der Region Donezk halten Demonstranten Verwaltungsgebäude besetzt. Seit Wochen fordern prorussische Gruppen eine Angliederung des Gebiets an Russland nach dem Vorbild der Halbinsel Krim oder zumindest ein Referendum über mehr Autonomie der Region.

Angriffe auf Polizisten

Innenminister Awakow zufolge griffen Bewaffnete im Osten der Ukraine mehrere Polizeiposten an. Bewaffnete in Tarnanzügen stürmten demnach unter anderem eine Wache in Slawjansk rund 100 Kilometer nördlich der Gebietshauptstadt Donezk. Spezialkräfte machten sich auf den Weg zu dem Gebäude. Durch den Einsatz von Tränengas und Rauchgranaten wurden mindestens drei Milizionäre verletzt. Die prorussischen Separatisten erbeuteten den Behörden zufolge Dutzende Waffen. An den Zufahrtsstraßen der 100 000-Einwohner-Stadt errichteten sie Kontrollposten. Auf dem Rathaus hissten sie die russische Flagge.

In Krasny Liman seien Sicherheitskräfte aus Kalaschnikow-Sturmgewehren beschossen worden. Dies bezeichnete Awakow am Samstag im Online-Netzwerk Facebook als „Aggression der Russischen Föderation“. In Donezk besetzten Demonstranten die Polizeizentrale und zwangen den Polizeichef zum Rücktritt.

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