Kommentare zu: Die zweifelhaften Praktiken der spanischen Banken

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10 Kommentare
  • 09.11.2012, 12:48 Uhr

    Spanische Banken werden durch den EFSF rekapitalisiert, der Target 2 Saldo ist beachtlich, die Höhe des tatsächlichen und wirklichen Abschreibungsbedarfes der spanischen Banken ist unbekannt. Die spanische Volkswirtschaft befindet sich einer tiefen zyklischen Abschwungphase mit steigenden Arbeitslosigkeiten.

    Die Krönung der Rettung wäre demnach eine Bankenunion mit einer gemeinsamen Haftungseinlagensicherung, Eurobonds und der weitere Ankauf von nicht mehr marktfähigen Staatsanleihen durch die EZB. Eine Null-Zins-Politik der EZB wäre noch denkbar.

    Ein wirklich gelungenes Geschäftsmodell mit enormen Zukunftspotenzial.

  • 09.11.2012, 19:44 Uhr

    Das eigentliche Geschäftsmodell ist die staatlich geförderte Verflechtung der Banken und Versicherungen über Staatsanleihen, Kredite, Aktienanteile usw. untereinander. So kann keine Bank sterben, ohne eine unbekannte Zahl von anderen Pleitisten zu erzeugen.

    Diese elende Bankenretterei auf Kosten der Steuerzahler ohne jede Gegenleistung zum gegenseitigen Wohl der Insolvenzkandidaten kann ich mit Worten nicht beschreiben, ohne ausfällig zu werden.

    • 09.11.2012, 23:35 Uhr

      Ich bin ihrer Meinung. Wir haben uns alle in Europa, nicht nur in Spanien, in ein System der Überschuldung getrieben, dass die Regierung so abhängig macht von ihren Finanzgebern, dass Demokratie zur Farce wird.

  • 10.11.2012, 10:54 Uhr

    @WIWO
    "was man in Deutschland nicht kennt" WO LEBEN SIE ????

    Deutsche Sparkassen sind die heimlichen "TOTENGRÄBER" der deutschen
    Souverenität. SEPA und Verrat der Kunden an das EU-Monster und
    amerikanishe Heimatschutz,Terrorgesetze-Geldwäscche.

    Jeder steht unter "Generalverdacht" bei SCHUFA regiestriert
    automatisch Kreditunwürdig. ZWANGSVERSTEIGERUNG sofort.

    Die AGB's der Sparkassen ab 2013 ENTMÜNDIGUNG der Kunden.

    • 10.11.2012, 15:35 Uhr

      Es bezog sich auf die Vertragsklauseln der unbeschränkten Haftung. Natürlich verlieren in Deutschland viele ihre Häuser und Wohnungen, aber mit dem Verlust sind ihre Hypothek-Schulden normalerweise bei der Bank getilgt, das meinte die Rechtsanwältin. Die Leute haben dann noch mal eine Chance, von vorne anzufangen. Wenn sie natürlich dann noch weiter Schulden haben, dann haben sie sich selber stark verkalkuliert. Aber in Deutschland kann man ja auch über die Privat-Insolvenz aus diesem Kreislauf wieder hinausfinden.. in Spanien gibt es diesen Weg nicht und vor allem gibt es keinen Sozialstaat, der solche Fálle normalerweise durch Hartz IV und andere Leistungen auffängt.

  • 10.11.2012, 18:52 Uhr

    Es ist beschämend, wie nicht reagiert wird und spanische Medien diese Krise nur bei tragischen Entwicklungen aufnehmen. Es wird weiterhin nicht sauber recherchiert und aufgeklärt, warum z.B. vorwiegend Ausländern überbewertete Objekte angedreht wurden und wie neutrale, vereidigte Schätzer und Notare, mit den Banken Hand in Hand, ungestraft zu diesem Betrug beitragen. Oder warum die vorwiegend Spanier jetzt empört reagieren, sich aber seinerzeit freuten mit Hilfe der Bank ihre sanierungsbedürftige Bude schnell und überhöht abzustoßen, um sich auf Kosten dieser Machenschaften, mit der neuen Hypothek deutlich zu verbessern.
    Und das, gleich ob es sich um länderbeteiligte Sparkassen, oder um kirchliche Geldinstitute handelt. Da man dort ohnehin nicht Fachleute hat arbeiten lassen (Rato-Syndrom), sondern das wieder Pöstchen waren (und sind), wo man, parteiübergreifend, politische und persönliche Freunde parken und schmarotzern lassen konnte, sind wir wieder bei dem Geschwür, das Spanien von innen ausmergelt. Warum sollen junge Leute in ihre Qualifikation stecken, wenn man auch so, oder nur so, etwas wird im schönen Spanien.
    Wir lernen auch jetzt nicht dazu. Mich wundert, wie wenig z.B. in Radiosendern, die junge Leute hören, zur fehlenden Ausbildung und Qualifikation sensibilisiert wird. Die Fiesta geht weiter, als würde alles stimmen, als wären die Schicksale junger Arbeitsloser einzelne Versager-Profile. Der Spanier will weiterhin nichts von Problemen und Anstrengungen hören. „Die Dinge lösen sich schon irgendwie von alleine…“ Das wird noch spannend.
    Unser Land hat noch viele Hausaufgaben zu machen und ab und an frage ich mich auch, ob der Deutsche, der seine Steuergelder hier einfließen sieht, nicht Recht hat, dass es ein Fass ohne Boden sein könnte. Solange aber Deutschlands Wirtschaft davon deutlich profitiert, wird sich da auch nicht viel tun. Also, más de lo mismo. Joaquín Gómez, MAD

  • 11.11.2012, 13:38 Uhr

    @Stefanie
    Ich freue mich über jede Meinung, die erkennen läst, das sich jemand
    Gedanken macht.
    An sachbezogener Aussage mangelt es aber gewaltig.

    - Privatinsolvenz gehört nicht in diese Sparte
    - dies kann man auch nur in D machen, weil hier der Steuerzahler
    - beliebig gemolken werden kann (wird).

    - Die Rechtsanwältin hat keine Ahnung- GRUNDSÄTZLICH hat man sich verspekuliert , wenn es zu Zwangsversteigerung kommt.
    Und da geht keiner mit Gewinn oder Null raus.

    Das die Südländer bei der Schuldeneintreibung solche Wege gehen
    verdanken Sie deutschen Vorgaben.

    Und ich sage es hier auch mit Nachdruck:
    Was Gomez sagt ist traurige Wahrheit, die heutige Generation hat
    ein Kopf nur um Haare schneiden zu lassen, aber nicht zum denken.

    ICH HABE NULL AHNUNG VON HÄUSERN-HAUPTSACHE ICH BESITZE MIT 25J
    EIN HAUS, UND ES WIRD SCHON IRGEDWIE WEITERGEHEN.

    Und dann kommt Satz Stefanie"Privatinsolvenz auf Steuerzahlerkosten
    wirds schon richten"

    • 11.11.2012, 15:47 Uhr

      MATTHIAS: Sie verstehen die spanische Problematik nicht. Mit dem Verlust des Hauses an die Bank, hat der Schulder die Hypothek nicht beglichen, das ist eine spanische Besonderheit. Ausserdem sind die Häuser von den Banken zu hoch bewertet worden und die Hypothekenkredite waren damit viel zu hoch. Jetzt ist der Wert der Häuser gesunken, damit reichen die Sicherheiten nicht mehr aus, um die Schulden zu tilgen. In deutschen Hypothekenverträgen ist dagegen die Haftung auf die Sicherheit begrenzt, in dem Fall das Haus. Es wurde zudem in SPanien bis zu 100 Prozent finanziert. Natürlich haben sich die Leute verspekuliert, natürlich haben alle an dieser Krise schul. Aber ich erwarte von einer Bank, dass sie mich über Risiken informiert. In SPanien dagegen haben Immigranten den Aval fúr Immigranten gegeben, für 100prozentig finanzierte Wohnungen. Es sind unglaubliche Schlampereien und Betrügereien passiert. Deutsche Banken sind auch nicht viel besser. Es geht auch nicht um vergleichen, sondern um Eigenheiten, die es hier gibt, welche nun die Leute extrem in die Schuldenfalle treiben.

  • 11.11.2012, 20:18 Uhr

    @Stefanie
    - Die Bank ist nicht dafür da-verpflichtet den Kunden Rechtsauskunft
    beim Erwerb einer Immobilie zu geben.Können auch nicht.
    - Finanzierungen sogar über 100% sind durchaus üblich/normal
    - Auch hier in D wurden Häuser von der Bank Überberwertet um eine
    Finanzierung zu ermöglichen-wenn der Kaufpreis vereinbart wurde

    -Jeder handelt auf eigene Verantwortung/Risiko
    -Unwissenheit schützt vor Strafe nicht
    -Verträge die man unterschreibt, sollten vorab gelesen werden

    Ich will Ihnen hier auch kein Schnellkurs geben, deshalb nochmal:

    DUMMHEIT MUß BESTRAFT WERDEN ! LEHRGELD
    Sie wollen die Verantwortung für die eigene Dummheit auf andere
    abwälzen.Minimalwissen: wer kann mich unparteiisch beraten.
    Und selbst der Berater ist nicht ALWISSEND ! Deshalb EIGENVERATWORTUNG

  • 12.11.2012, 18:25 Uhr

    1. In Deutschland ist das kein bisschen anders, ausser vllt, dass die Banken hier viel konservativer Kredite vergeben, so dass deshalb soetwas kaum vorkommt. Es ist ganz im Gegenteil der Normalfall, dass man voll persönlich haftbar ist; Ausnahmen gibt es nur in wenigen Ländern und einigen Staaten der USA. In Deutschland müssen Darlehensnehmer sogar oft ihren eigenen Pfändungstitel vorab unterschreiben um überhaupt einen Kredit zu kriegen, damit die Bank dann nichtmal mehr gross Gerichte bemühen muss.

    2. Privatinsolvenz in DE dauert 7 Jahre und ist im europ. Vergleich eher besonders streng und schwierig. Darin ist sicher keine dt. Lösung des "Problems" zu sehen. Zumal die dt. PI auch Spaniern offensteht sofern Sie hier wohnen.
    Betrug an Ausländern muss natürlich verfolgt werden - falls es den gibt. Ist genauso denkbar, dass Ausländer einfach öfter dumme Investitionsentscheidungen getroffen haben als Spanier, und dann ist es natürlich auch richtig, wenn Sie die Folgen ihrer eigenen dummen Entscheidungen tragen müssen.

    3. Wenn es in Spanien nichtmal sowas wie Harz4 gibt wofür brauchen die dann das ganze Geld??
    echt unglaublich.. die vermutliche Antwort: special interest Ausgaben! dt. Garantien für wohlhabende Beamte, etc. In Deutschland geht wenigstens noch gut die Hälfte für Sozialausgaben drauf.

    Unverschämterweise hat Spanien mit der Bankia ja erst eine to-big-to-fail-Bank geschaffen. Die einzelnen kleinen Stadtsparkassen waren vorher sicher nicht systemrelevant. Welchen Sinn hat das? deutsche EU-Hilfen abkassieren, was sonst!!

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