+++Terror in Paris+++: Zahl der Toten steigt auf 132

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+++Terror in Paris+++: Zahl der Toten steigt auf 132

, aktualisiert 15. November 2015, 21:04 Uhr
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Bewaffnete französischen Polizei auf dem Place de la Republique in Paris, am Sonntagnachmittag, 15 November 2015

Frankreichs Präsident will per Gesetz den Ausnahmezustand auf drei Monate ausdehnen. Bei einer Anti-Terror-Razzia in Brüssel wurden sieben Personen festgenommen, eine Person wurde zur internationalen Fahnung ausgeschrieben. Zwei der Attentäter von Paris lebten zuletzt im Großraum Brüssel. Derweil berät der G20-Gipfel in der Türkei über die Bekämpfung des IS-Terrors. Obama und Putin wollen die Vereinten Nationen als Vermittler im Syrienkonflikt. Die Ereignisse im Überblick.

  • Bei den Attentaten in Paris wurden am späten Freitagabend 132 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt. Auch ein Deutscher ist unter den Opfern.
  • Nach Einschätzung der französischen Ermittler ist einem der drei Terrorkommandos die Flucht gelungen.
  • Die französischen Behörden haben einen der mutmaßlichen Attentäter identifiziert: Der 29-jährige Franzose Ismael M. war bereits wegen Verbindungen zu Islamisten aufgefallen.
  • Acht Angreifer hatten an sechs verschiedenen Tatorten fast gleichzeitig zugeschlagen - die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu den Bluttaten.

+++20.56+++
Die Zahl der Toten bei den Anschlägen steigt auf 132. 42 Verletzte befinden sich immer noch auf der Intensivstation.

+++20.15+++
Die Angespannte Stimmung nach den Anschlägen von Paris hat am Sonntagabend zu Panikreaktionen geführt. In mehreren Stadtvierteln gab es Fehlalarme, unter anderem am Platz der Republik, wie die Polizei mitteilte. Dort stoben Tausende Menschen auseinander, Polizisten eilten mit gezückten Waffen herbei und räumten den Platz. Auslöser der Panik waren den Angaben zufolge offenbar Feuerwerkskörper.

+++18.16+++
Auf der Suche nach Beteiligten an den Anschlägen von Paris hat die Polizei einen Verdächtigen zur Fahndung ausgeschrieben. Der Mann habe einen schwarzen VW Polo gemietet, der von einer Gruppe Geiselnehmer benutzt wurde, die in der Konzerthalle Bataclan mindestens 89 Menschen getötet haben sollen, sagten französische Sicherheitsbeamte am Sonntag. Der Gesuchte sei einer von drei Brüdern, die in Mordanschläge verwickelt seien.

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Die französische Polizei fahndet nach dem 26-jährigen Salah Abdeslam, der in Verdacht steht, an den Pariser Terroranschlägen beteiligt gewesen zu sein. Abdeslam sei gefährlich, wer ihn sieht, solle sofort die Behörden einschalten.

+++18.04+++
Frankreichs Präsident François Hollande will den nach den Anschlägen verhängten Ausnahmezustand auf mindestens drei Monate verlängern. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf Parlamentskreise. Das Parlament müsste für eine Verlängerung über zwölf Tage hinaus ein Gesetz beschließen. Nach Angaben der Zeitung „Le Figaro“ soll der Gesetzentwurf am Mittwoch im Kabinett beraten werden.

+++18.00+++
Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit hat die Terroranschläge von Paris verurteilt. Die OIC lehne jede Aktion ab, die die Werte der Freiheit und der Gleichheit untergrabe, die Frankreich immer vertreten habe, sagte Generalsekretär Iyad Madani am Sonntag. Die 57 Mitgliedsstaaten der Organisation stünden fest an der Seite Frankreichs. Auch Gelehrte der Islamischen Weltliga in Mekka verurteilten die Attacken ebenso wie die beiden Selbstmordanschläge in Beirut vom vergangenen Donnerstag.

+++17.50+++
US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben sich für Friedensverhandlungen im Syrien-Konflikt unter Vermittlung der Vereinten Nationen ausgesprochen. Diesen Weg hatte tags zuvor die Syrien-Konferenz der Außenminister in Wien vorgezeichnet. Obama und Putin seien sich einig, dass die Syrer selbst über einen politischen Übergang entscheiden sollen, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses in dem Küstenort Belek bei Antalya weiter. Ein Mitarbeiter Putins sagte, die Präsidenten hätten übereingestimmt, dass der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wichtig sei. Das taktische Vorgehen sei aber noch umstritten.

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Belgische Polizisten nehmen einen Verdächtigen im Molenbeek-Viertel in Brüssel fest.

+++16.57+++
Ein Beteiligter an den Anschlägen von Paris könnte nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen noch immer auf der Flucht sein. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag und bezog sich dabei auf Ermittlerangaben. Demnach seien drei Brüder an der Terrorserie „beteiligt“ gewesen. Davon befinde sich einer in Polizeigewahrsam, einer sei bei den Attacken ums Leben gekommen. Vom dritten sei nicht klar, ob er zu den Selbstmordattentätern zählte, oder ob er möglicherweise flüchtig sei.

+++16.05+++
Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Schwellen- und Industrieländer (G20) haben zu Beginn ihres Gipfeltreffens in der Türkei zum gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Terrorismus aufgefordert. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte die europäischen Länder davor, als Folge der Ereignisse schutzbedürftigen Menschen die Aufnahme zu verweigern.

+++15.47+++
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den G20-Gipfel in Belek bei Antalya mit einer Schweigeminute für die Terroranschläge von Paris und Ankara eröffnet. Die Staats- und Regierungschefs wichtiger Industrie- und Schwellenländer gedachten am Sonntag zum Auftakt ihres Treffens der Opfer. Gastgeber Erdogan sagte anschließend: „Terrorismus ist für uns alle eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit.“ Erdogan hatte kurz vor Beginn des Treffens in Belek angekündigt: „Von diesem Gipfel wird eine starke Botschaft zu diesem Thema ausgehen.“ In Ankara waren im vergangenen Monat mehr als 100 Menschen bei einem Anschlag getötet worden.

+++15.42+++

Die USA werden mit Frankreich zusammenarbeiten, um die Luftangriffe gegen den IS in Syrien und den Irak auszuweiten. Dies kündigt der Sicherheitsberater des US-Präsidialamts, Ben Rhodes, in einem NBC-Interview am Rande des G20-Gipfels an.

+++15.36+++

Das Länderspiel gegen die Niederlande wird am Dienstag, 17. November, in Hannover stattfinden. Die Partie der Fußball-Weltmeister soll zu einem Signal gegen den Terror werden. Auch Kanzlerin Angela Merkel ist mit ihrem ganzen Kabinett angekündigt. Die Führungsspitze des DFB mit der Sportlichen Leitung um Bundestrainer Joachim Löw hat sich dazu entschieden. Nach den Terroranschlägen von Paris, die die Weltmeister-Auswahl um Kapitän Bastian Schweinsteiger zu einer Nacht in den Katakomben des Stade de France gezwungen hatten, war über eine mögliche Absage des letzten Länderspiels im Jahr 2015 zumindest diskutiert worden.

+++15.15 Uhr+++
Wegen des Verdachts terroristischer Verbindungen ist ein 23-jähriger Pole nach seiner Abschiebung aus Norwegen auf dem Warschauer Flughafen festgenommen worden. Die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete unter Berufung auf den Geheimdienstkoordinator Marek Biernacki, der Mann sei in Norwegen wie in Polen von Sicherheitsdiensten überwacht worden. Es handelt sich unbestätigten Berichten zufolge um einen zum Islam konvertierten Mann, der in Syrien für die Terrormiliz Islamischer Staat gekämpft hat. Er sei im Frühjahr in Norwegen festgenommen worden, berichtete der Nachrichtensender TVN24. Der Mann soll seit seinem 16. Lebensjahr in Norwegen gelebt haben. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft im zentralpolnischen Lodz kündigte an, es werde vorerst keine weiteren Informationen zu dem Fall geben.

+++15.09 Uhr+++
Zwei der getöteten Attentäter von Paris lebten zuletzt im Großraum Brüssel. Es handele sich um zwei Personen mit französischem Pass, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga mitteilte.

+++14.20 Uhr+++
Update zur Razzia in Brüssel: Die Polizei hat insgesamt sieben Verdächtige festgenommen. Sie stünden in Verbindung mit der Gewaltserie in Paris, teilten die Behörden mit.

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