Terroranschläge: Ermittler nehmen Hauptverdächtigen fest

Terroranschläge: Ermittler nehmen Hauptverdächtigen fest

, aktualisiert 08. April 2016, 19:14 Uhr
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Mohamed Abrini wurde am Freitag in Belgien gefasst.

Mohamed Abrini wurde wegen der Pariser Anschlagswelle gesucht – nun ging er belgischen Fahndern ins Netz. Und es gibt offenbar eine Querverbindung zu den Brüsseler Anschlägen.

Knapp fünf Monate nach den Terroranschlägen von Paris ist der letzte identifizierte Verdächtige nach französischen Angaben in Belgien gefasst worden. Dieser soll gleichzeitig der wegen der Brüsseler Anschläge vor gut zwei Wochen gesuchte „Mann mit Hut“ sein, wie es am Freitag aus französischen Polizeikreisen hieß. Belgien bestätigte mehrere Festnahmen, nannte aber zunächst keine Details.

Gefasst wurde den französischen Angaben zufolge der 31-jährige Belgier Mohamed Abrini, der wegen der Pariser Terrorwelle vom 13. November gesucht wurde. Damals hatten Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat in der französischen Hauptstadt 130 Menschen umgebracht. Abrinis Rolle dabei ist unklar. Er war Tage vor den Anschlägen in der Wagenkolonne der Attentäter auf dem Weg nach Paris gesehen worden. Danach verschwand er.

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In Brüssel hatten sich dann am 22. März zwei Selbstmordattentäter am Flughafen und mindestens ein weiterer in der U-Bahn in die Luft gesprengt und 32 Menschen getötet. Auch dazu bekannte sich der IS.

Noch am Donnerstag hatten belgische Ermittler die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach dem „Mann mit Hut“ gebeten, der auf Bildern von Überwachungskameras am Flughafen mit zwei Verdächtigen auftauchte. Sollte es sich wirklich um Abrini handeln, würde dies bedeuten, dass er in beiden Terrorwellen eine Schlüsselrolle gespielt haben könnte.

Die belgische Staatsanwaltschaft teilte zunächst nur mit, man habe am Freitag mehrere weitere Verdächtige im Zusammenhang mit den Brüsseler Anschlägen dingfest gemacht. Abrini wurde nicht genannt. Er zählte auch nicht zu den benannten Verdächtigen der Brüsseler Anschläge. Doch berichteten auch belgische Medien, dass Abrini unter den Festgenommenen sei.

Abrini war der Polizei als Kleinkrimineller bekannt. Er soll im Frühsommer letzten Jahres nach Syrien gereist sein. Dort war sein jüngerer Bruder 2014 in der berüchtigten frankophonen Brigade der IS-Terrormiliz getötet worden.

Terror in Brüssel "Deutschland muss jederzeit mit einem Anschlag rechnen"

Der IS hat sich zu den Anschlägen bekannt. Ein Sicherheitsexperte erklärt, wie die Attacken dem IS nützen, was die Situation in Molenbeek so gefährlich macht und warum die Behörden die Terroristen kaum überwachen können.

Terror in Belgien: Wie konnte das passieren? Quelle: Getty Images

Abrini soll Verbindungen zum Pariser Terrorverdächtigen Abdelhamid Abbaoud gehabt haben, der bei einem Polizeieinsatz am 18. November bei Paris ums Leben kam. Auch war Abrini seit Kindertagen mit den Brüdern Salah und Brahim Abdeslam befreundet. Letzterer gilt als einer der Selbstmordattentäter von Paris. Salah Abdeslam war vor den Brüsseler Anschlägen in der belgischen Hauptstadt gefasst worden.

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