Bild: ScreenshotWie in jedem Jahr hat die Beratungsgesellschaft Lünendonk wieder die 25 umsatzstärksten deutschen Wirtschafts- und Steuerprüfungsgesellschaften unter die Lupe genommen. Im Geschäftsjahr 2011 haben die Top 25 ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 6,5 Prozent verzeichnet, stellten die Berater fest. Noch ein Jahr zuvor erreichten die Prüfer bloß 1,4 Prozent mehr Umsätze. Für das Jahr 2012 erwartet Lünendonk im Schnitt 5,7 Prozent mehr Umsatz für die Wirtschaftsprüfer. Nach der Lünendonk-Liste "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" haben die folgenden Unternehmen am Markt die Nase vorn.
Platz zehn: Warth & Klein Grant Thornton Gruppe, Düsseldorf
Im vergangenen Jahr machten die Wirtschaftsprüfer von Warth & Klein Grant Thornton Gruppe, Düsseldorf 75,8 Millionen Euro Umsatz, 10 bis 20 Prozent davon mit Consulting. Im Jar 2010 waren es noch 51,6 Millionen Euro. „Die WP-Branche profitierte in 2011 von einer erhöhten Nachfrage“, so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk und Co-Autor der Studie. Dementsprechend ist auch die Mitarbeiterzahl gestiegen: 2010 arbeiteten noch 522 Menschen für Warth & Klein, im Jahr 2011 waren es dann schon 821. Warth & Klein hat übrigens eine zehnprozentige Beteiligung an Treuhand Oldenburg (THO).
Gleichaus mit Warth & Klein liegt die RBS RoeverBroennerSusat Gruppe aus Hamburg. Nach einem Zusammenschluss mit Susat & Partner im Jahr 2011 erwirtschaftete die Gruppe ebenfalls 75,8 Millionen Euro und beschäftigt 651 Mitarbeiter.
Bild: ScreenshotPlatz neun: Rölfs RP AG, Düsseldorf
Im vergangenen Jahr hat sich das Wirtschaftsprüfungsunternehmen mit RP Richter und Partner zusammengeschlossen. Rölfs RP setzte im vergangenen Jahr in Deutschland 90,4 Millionen Euro um, bis zu zehn Prozent des Umsatzes generierte das Unternehmen mit Consulting. Mit Aufträgen außerhalb Deutschlands generierte das Unternehmen nochmal 1,5 Millionen Euro. 647 Mitarbeiter sind für Rölfs RP tätig.
Bild: ScreenshotPlatz acht: Ecovis
Das Berliner Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ecovis hat einen nicht ganz so starken Umsatzanstieg verbucht wie Rölfs RP oder Warth & Klein. Für die Berliner ging es von 2010 auf 2011 mit dem Umsatz um 1,9 Millionen hoch auf einen Gesamtumsatz von 109 Millionen Euro (davon zehn Prozent Consulting). 1.525 arbeiteten im vergangenen Jahr für das Unternehmen. Das sind sechs mehr als noch im Geschäftsjahr 2010.
Bild: PressebildPlatz sieben: Ebner Stolz Mönning Bachem Partnerschaft
Die Stuttgarter Wirtschaftsprüfer von Ebner Stolz Mönning & Bachem setzten im vergangenen Jahr 121,7 Millionen Euro um, das waren rund 15 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr. Zehn bis 20 Prozent stammen aus den Umsätzen aus Consulting-Aufträgen. Die Mitarbeiterzahl hat sich von 736 auf 820 erhöht.
Bild: PressebildPlatz 6: Rödl & Partner
Die Nürnberger Kanzlei Rödl & Partner GbR ist nicht nur in Deutschland aktiv: 2011 machte das Unternehmen insgesamt einen Umsatz von 246,4 Millionen Euro, in Deutschland waren es 142,2 Millionen. Der Gesamtumsatz stieg allerdings stärker an als der in Deutschland generierte Umsatz. So ging es in Deutschland "nur" um rund sieben Millionen nach oben, wobei es international ein Zuwachs von mehr als elf Millionen waren. Ein Drittel der Umsätze erwirtschaftete die Gesellschaft mit Wirtschaftsprüfungen, der Rest generiert sich aus Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung. 1550 Menschen sind bei Rödl & Partner beschäftigt.
Bild: ScreenshotPlatz fünf: BDO AG
Die Hamburger Wirtschaftsprüfer von BDO haben im vergangenen Jahr 189,2 Millionen Euro Umsatz gemacht, das sind 9,2 Millionen mehr als noch im Jahr 2010. Auch bei der Mitarbeiterzahl ging es nach oben: Von 1.720 Angestellten im Geschäftsjahr 2010 auf 1.775 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011.
Bild: ScreenshotPlatz vier Deloitte GmbH
Das Düsseldorfer Unternehmen Deloitte zählt dank eines Umsatzes von 624,4 Millionen Euro (577,4 Millionen im Jahr 2010) zu den Big Four der Wirtschaftsprüfer-Branche. Mehr als 30 Prozent des Umsatzes machen die Prüfer mit Consulting-Aufträgen. 4.556 Menschen arbeiten für Deloitte.
Bild: REUTERSPlatz drei: Ernst & Young GmbH
Die Bronzemedaille geht an Ernst & Young aus Stuttgart: Der in 2011 erwirtschaftete Gesamtumsatz betrug 1,14 Milliarden Euro (2010: 1,1 Milliarden). Auf Deutschland entfielen 1,09 Milliarden Euro (1,05 Milliarden im Jahr 2010). Deutschlandweit sind 6.903 Menschen für Ernst & Young tätig, im Jahr 2010 waren es noch etwas mehr, nämlich 6.970.
Bild: APPlatz zwei: KPMG AG
Auch bei den Berliner Wirtschaftsprüfern von KPMG ist der Umsatz - wenn auch nur leicht - gestiegen: Im Jahr 2010 setzte das Unternehmen noch 1,19 Milliarden Euro um, 2011 waren es dann 1,2 Milliarden Euro. Auch sind bei KPMG rund 200 Mitarbeiter neu an Board. 8.438 Menschen arbeiten derzeit bei KPMG.
Bild: dpaPlatz eins: PWC AG
Das umsatzstärkste Wirtschaftsprüfungsunternehmen ist die Frankfurter Price Waterhouse Coopers (PWC). Die 8.887 Mitarbeiter (2010 waren es noch 8.673) erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 1,45 Milliarden Euro (2010: 1,3 Milliarden).
Damit steigerten die vier internationalen Marktteilnehmer PricewaterhouseCoopers (PWC), KPMG, Ernst & Young sowie Deloitte (Big Four) ihre Umsätze um durchschnittlich 5,2 Prozent. In 2009 und 2010 hatten die Big Four noch Umsatzeinbußen hinnehmen müssen (2010: -7,7 Prozent; 2009: -3,9 Prozent).
Wie in jedem Jahr hat die Beratungsgesellschaft Lünendonk wieder die 25 umsatzstärksten deutschen Wirtschafts- und Steuerprüfungsgesellschaften unter die Lupe genommen. Im Geschäftsjahr 2011 haben die Top 25 ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 6,5 Prozent verzeichnet, stellten die Berater fest. Noch ein Jahr zuvor erreichten die Prüfer bloß 1,4 Prozent mehr Umsätze. Für das Jahr 2012 erwartet Lünendonk im Schnitt 5,7 Prozent mehr Umsatz für die Wirtschaftsprüfer. Nach der Lünendonk-Liste "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" haben die folgenden Unternehmen am Markt die Nase vorn.
Platz zehn: Warth & Klein Grant Thornton Gruppe, Düsseldorf
Im vergangenen Jahr machten die Wirtschaftsprüfer von Warth & Klein Grant Thornton Gruppe, Düsseldorf 75,8 Millionen Euro Umsatz, 10 bis 20 Prozent davon mit Consulting. Im Jar 2010 waren es noch 51,6 Millionen Euro. „Die WP-Branche profitierte in 2011 von einer erhöhten Nachfrage“, so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk und Co-Autor der Studie. Dementsprechend ist auch die Mitarbeiterzahl gestiegen: 2010 arbeiteten noch 522 Menschen für Warth & Klein, im Jahr 2011 waren es dann schon 821. Warth & Klein hat übrigens eine zehnprozentige Beteiligung an Treuhand Oldenburg (THO).
Gleichaus mit Warth & Klein liegt die RBS RoeverBroennerSusat Gruppe aus Hamburg. Nach einem Zusammenschluss mit Susat & Partner im Jahr 2011 erwirtschaftete die Gruppe ebenfalls 75,8 Millionen Euro und beschäftigt 651 Mitarbeiter.
Europas Wirtschaftsprüfer sind beunruhigt. Grund dafür ist ein Vorstoß des Rechtsausschusses im EU-Parlament, der viele tausend Prüfer und mehrere zehntausend Gehilfen ihren Job kosten könnte. Angestoßen vom konservativen britischen Abgeordneten Sajjad Karim will der Ausschuss die Prüfpflicht für Jahresabschlüsse bei den 245.000 mittelgroßen europäischen Unternehmen abschaffen oder lockern. In der Bundesrepublik bräuchten dann auf einen Schlag bis zu 26.000 Unternehmen keinen Wirtschaftsprüfer mehr.
Umsatzeinbrüche bei den kleinen Prüfern
Für die deutsche Wirtschaftsprüferkammer kommt der Vorstoß „überraschend“. Am vorvergangenen Freitag warnte sie kurzfristig ihre mehr als 21.000 Mitglieder, dass sich den neuesten Informationen zufolge „die Gefahr einer Umsetzung dieses Vorschlags“ verdichte. Die Abschaffung der Prüfpflicht sei bereits „in einem Kompromisspapier des Vorsitzenden des Rechtsausschusses des EU-Parlaments Klaus-Heiner Lehne, enthalten“.
Allein in Deutschland beschäftigt die Branche rund 50.000 Mitarbeiter. Etliche der 4221 Wirtschaftsprüfungspraxen und vereidigte Buchprüfer müssten mit gewaltigen Umsatzeinbrüchen rechnen, warnen Vertreter des Berufsstands. „Existenzbedrohende Folgen könnten sich bei Praxen ergeben, die bislang hauptsächlich Prüfungsleistungen für mittelgroße Unternehmen erbringen“, warnt die Kammer. Zwar würde die Novelle auch große Akteure wie Ernst & Young, KPMG, Deloitte und PricewaterhouseCoopers treffen, doch längst nicht so hart wie die kleinen Prüfungsgesellschaften.
Michael Gschrei, Vorstandschef des Verbands für die mittelständische Wirtschaftsprüfung, kritisiert auch die Art und Weise des Vorstoßes: „Eine Diskussion im Hinterzimmer zu führen und Entscheidungen zu fällen, ohne Betroffene zu hören, ist undemokratisch und intransparent.“ Schützenhilfe bekommt er vom Vorstandssprecher des Instituts der Wirtschaftsprüfer, Klaus-Peter Naumann: „Ein solcher Schritt könnte erhebliche negative Auswirkungen auf den Gläubigerschutz und auf das Vertrauen in den europäischen Markt haben.“
Noch ist allerdings offen, wie sich die Bundesregierung entscheidet. Selbst wenn das EU-Parlament wie geplant im Oktober oder November die Änderung der Rechnungslegungsrichtlinie durchwinkt, könnte das Bundesjustizministerium in Berlin auf einer nationalen Lösung beharren. Bisher schweigt sich das Ministerium darüber aus, ob Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger auf einer solchen nationalen Lösung besteht. Die Zurückhaltung hat nach Ansicht von Insidern damit zu tun, dass sie auf den CDU-Europaabgeordneten Klaus-Heiner Lehne Rücksicht nehmen will. Lehne entscheidet als Vorsitzender des Rechtsausschusses im EU-Parlament darüber mit, ob die Regelung in die 4. EU-Bilanzrichtlinie einfließt.















