Treffen mit Merkel: Hollandes erstes Mal in Berlin

Treffen mit Merkel: Hollandes erstes Mal in Berlin

von Henning Krumrey

Majestix, der Dorfhäuptling des berühmten Galliers Asterix, fürchtete lediglich, dass ihm der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Francois Hollande schreckte nicht einmal das. Er kam trotz Blitzeinschlag nach Berlin.

Nach einem Blitzeinschlag in das Flugzeug des neuen französischen Staatspräsidenten, musste Francois Hollande erstmal umkehren. Mit einer Stunde Verspätung traf er dann aber, ansonsten ungebremst, im Berliner Kanzleramt ein. Dass er trotz des elektrisierenden Zwischenfalls gekommen sei, lobte Gastgeberin Angela Merkel, sei „vielleicht ein gutes Omen für die deutsch-französischen Beziehungen“.

Traditionell geht die erste Reise eines neuen französischen Staatspräsidenten oder deutschen Kanzlers zum Nachbarn, und bei den letzten Regierungswechseln hatte sich eingeschliffen, dass dieser Trip noch am Tag des Amtsantritts startet. Dennoch war es diesmal etwas anderes, denn Hollande und Kanzlerin Angela Merkel haben sich bislang nicht kennen gelernt. Die Vorgänger kannte sie aus der Familie der konservativen Europäischen Volkspartei. Mit dem Sozialisten Hollande gab es dagegen keinen Kontakt, und im französischen Präsidentschaftswahlkampf hatte Merkel einen – den Kandidaten aufwertenden – Besuch in Berlin abgelehnt. Trägt er ihr das nach? Sein Berater für Auslandspressearbeit schüttelt den Kopf: „Das ist vergessen. Jetzt beginnt eine neue Etappe“, sagt Romain Nadal.

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Nun bemühen sich beide um freundliches Einvernehmen, doch einfach ist es nicht. Beim Marsch zur Pressekonferenz lächelt Merkel den Besucher mehrmals freundlich an, doch der schaut starr geradeaus. Umgekehrt ist Merkels Blick meist ernst und wirkt manchmal gar teilnahmslos, während Hollande spricht. Der Ton ist nüchtern und geschäftsmäßig, auf beiden Seiten. Das liegt Merkel mehr als das pfauenhafte Spreizen des abgetretenen Nicolas Sarkozy.

„Die französisch-deutschen Beziehungen sind eine Konstante in der Politik des Staatspräsidenten“, formuliert Hollande. Er strebt eine „ausgewogene Beziehung“ zwischen beiden Ländern an, „respektvoll“ im Umgang der beiden Matadore. In ihren Gesprächen seien sie schnell zur Sache gekommen – zu Europa, berichtet Merkel. „Da gab es Gemeinsamkeiten und Ansätze von Unterschiedlichkeiten“, sagt sie etwas umständlich.

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