Türkei: Fünf Verletzte nach Rohrbomben-Explosion in Istanbul

Türkei: Fünf Verletzte nach Rohrbomben-Explosion in Istanbul

, aktualisiert 02. Dezember 2015, 07:11 Uhr
Bild vergrößern

Explosionsstelle in Istanbul.

In der gespannten Lage in der Türkei ruft eine Bombenexplosion im Istanbuler Berufsverkehr sofort Ängste hervor. Doch zum Glück handelt es sich nur um einen kleinen Sprengsatz.

Die Explosion einer Rohrbombe hat am Dienstag in Istanbul fünf Menschen verletzt. Der Sprengsatz sei zu Beginn des Berufsverkehrs nachmittags an einer Brücke nahe der U-Bahnstation Bayrampasa hochgegangen, sagte der örtliche Bürgermeister Atilla Aydiner. „Wir sind dankbar, dass kein Menschenleben verloren wurde“, sagte der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Die Türkei ist nach mehreren Terroranschlägen in den vergangenen Monaten in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Explosion am Dienstag löste nach Sahins Worten Panik aus, weil sie sich auf einer großen Kreuzung ereignete. In ganz Istanbul wurde die U-Bahn wegen des Zwischenfalls vorübergehend gestoppt.

Anzeige

Die Nachrichtenagentur Dogan berichtete, nur Sekunden vor der Explosion sei ein Bus mit Polizisten am Tatort vorbeigefahren - womöglich seien sie Ziel der Attacke gewesen. Aydiner sagte, eine Reihe von Fahrzeugen seien beschädigt worden, darunter ein Bus und ein Auto. Die Polizei sperrte den Umkreis für den Fall einer weiteren Explosion ab.

Türkisch-russische Krise Das Duell zweier Hitzköpfe

Nach dem Abschuss eines russischen Bombers wird der Ton schärfer. Erdogan verweigert sich einer Entschuldigung, Putin bezichtigt die Türken der Terror-Finanzierung. Das bremst den Kampf gegen den Terror. Ein Kommentar.

Rund eine Woche nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch türkische Truppen heizt sich der Konflikt zwischen Moskau und Ankara auf. Quelle: dpa

Dogan zeigte aus einer Überwachungskamera stammende Bilder der Explosion, die wie ein Feuerwerk aussah. Auf den Bildern war ein weißer Van mit kaputter Windschutzscheibe auf der Überführung zu sehen. Die staatliche Agentur Anadolu berichtete, einer der Verletzten sei ein 36-jähriger Mann. Sein Zustand sei aber nicht ernst. Es war zunächst nicht klar, ob er bei der Explosion im Auto saß.

Im Oktober hatte ein verheerendes Attentat auf eine kurdische Friedenskundgebung in Ankara rund 100 Menschen in den Tod gerissen. Zuvor hatte es bereits im Juli in Suruc an der türkisch-syrischen Grenze einen Anschlag mit 30 Toten gegeben. Bei beiden Anschlägen wurde die Terrormiliz Islamischer Staat als Urheber verdächtigt.

Gleichzeitig flammte nach dem Anschlag von Suruc auch der bewaffnete Konflikt der türkischen Regierung mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK wieder auf. Der PKK wurden in der Vergangenheit ebenfalls Bombenanschläge zugeschrieben. In Istanbul ist darüber hinaus die linksextremistische Gruppe DHKP-C aktiv.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%