Unterstützung der Notenbank: Sinn: Ökonomenaufruf zu Staatsanleihenkäufen der EZB ist gefloppt

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exklusivUnterstützung der Notenbank: Sinn: Ökonomenaufruf zu Staatsanleihenkäufen der EZB ist gefloppt

von Bert Losse

Die Mehrheit der deutschen Wirtschaftsexperten ist laut Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn gegen den Plan der Europäischen Zentralbank, Staatspapiere der Krisenländer zu kaufen, wenn diese in größere Schwierigkeiten geraten.

Der Aufruf einer Gruppe von Ökonomen um DIW-Chef Marcel Fratzscher, das umstrittene OMT-Programm zu unterstützen, hält Sinn für einen Flop: „Das Problem für die Verfasser ist, dass der Aufruf wenig Zustimmung fand“, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag. Von den rund 230 Unterschriften stammten nur 65 von Wirtschaftswissenschaftlern aus Deutschland. Verglichen mit früheren Ökonomenaufrufen sei dies ein schwaches Ergebnis. Sinn: „Bei einer Hochrechnung der anderen auf den deutschen Sprachraum beschränkten Aufrufe hätte man das Drei- bis Fünffache erwarten können.“

Besonders pikant: Im Verein für Socialpolitik, der nach eigenen Angaben mit 3800 Mitgliedern größten Vereinigung von Wirtschaftswissenschaftlern im deutschsprachigen Raum, fand der Aufruf laut Sinn so gut wie keine Unterstützung: „Vom geldtheoretischen Ausschuss (61 Mitglieder) hatten inklusive DIW-Präsident Fratzscher vier Personen unterschrieben, nicht einmal halb so viele Ökonomen wie aus dem DIW selbst. Aus dem finanzwissenschaftlichen Ausschuss mit seinen 113 Mitgliedern stellte sich ein einziger hinter den Aufruf“, berichtet Sinn. „Insofern zeigt der Aufruf, dass hinter dem OMT-Programm in Deutschland nur wenige Ökonomen stehen – und keinesfalls irgendwelche Mehrheiten.“

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