Verbraucherschutz: EU-Parlament beschließt mehr Sicherheit für Zahlungen im Internet

Verbraucherschutz: EU-Parlament beschließt mehr Sicherheit für Zahlungen im Internet

Verbraucher in Europa zahlen immer häufiger im Internet. Mit neuen Regeln sollen sie von 2017 an besser abgesichert werden.

Bezahlen im Internet soll für Verbraucher in Europa sicherer und günstiger werden. Das EU-Parlament stimmte am Donnerstag in Straßburg für eine neue Vorschrift, die ab 2017 gelten soll. Mit den neuen Bestimmungen sollen Verbraucher mehr Auswahl bekommen, für Zahlungsdienste gelten zum Teil strengere Regeln, vor allem was die Sicherheit betrifft. Mehr Wettbewerb unter den Anbietern soll die Kosten für Zahlungsdienste senken.

Neu ist unter anderem, dass die EU-Regeln auch für Bezahldienste wie „Sofortüberweisung“ gelten werden, bei denen die Beträge direkt vom Bankkonto abgebucht werden. Sie waren bisher von der Regulierung ausgenommen. Verbraucher sollen außerdem besser bei Betrugsfällen geschützt werden - ihre maximale Beteiligung bei nicht autorisierten Zahlungen sinkt von 150 auf 50 Euro.

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Die zehn wichtigsten jungen Finanzdienste aus dem Internet

  • Erläuterung

    Die zehn wichtigsten jungen Internet-Finanzdienste

    Quelle: Unternehmen, eigene Recherche

  • Avuba

    Geschäftsmodell: Girokonto auf dem Smartphone

    Sitz: Berlin

    gegründet: 2013 von Jonas Piela, Oliver Lukesch und Wilken Bruns

    größte Geldgeber: Business Angels

    Nutzer: nicht veröffentlicht

    Mitarbeiter: 9

  • Ayondo

    Geschäftsmodell: Social Trading: ambitionierte Anleger folgen erfahrenen Spekulanten

    Sitz: Frankfurt, London

    gegründet: 2009 von Robert Lempka und Thomas Winkler

    größte Geldgeber: Luminor Capital

    Nutzer: 80.000

    Mitarbeiter: 47

  • Klarna

    Geschäftsmodell: Internet-Zahldienst und Festgeld

    Sitz: Stockholm, Köln

    gegründet: 2005 von Sebastian Siemiatkowski

    größte Geldgeber: Sequoia Capital, Atomico

    Nutzer: 25 Millionen

    Mitarbeiter: 1.100

  • Kreditech

    Geschäftsmodell: Scoring-Algorithmus zum Aufbau einer digitalen Bank

    Sitz: Hamburg

    gegründet: 2012 von Sebastian Diemer

    Investoren: Värde Partners, Blumberg Capital, Pont Nine Capital 

    Kunden: 2 Millionen Nutzer gescored, bei 9 Niederlassungen

    Mitarbeiter: mehr als 200

    Stand:Oktober 2014

  • Moneymeets

    Geschäftsmodell: Private Finanzplanung über soziales Netzwerk

    Sitz: Köln

    gegründet: 2012 von Dieter Fromm und Johannes Cremer

    größte Geldgeber: Dieter von Holtzbrinck Ventures, Family Offices

    Nutzer: etwa 5000

    Mitarbeiter: 12

  • Smava

    Geschäftsmodell: Vermittlung von Bank- und Privatkrediten

    Sitz: Berlin

    gegründet: 2007 von Alexander Artopé und Eckart Vierkant

    größte Geldgeber: Earlybird

    Nutzer: nicht veröffentlicht

    Mitarbeiter: über 100

  • Stockpulse

    Geschäftsmodell: Kursprognosen durch Auswertung sozialer Netzwerke

    Sitz: Köln

    gegründet: 2011 von Jonas Krauß und Stefan Nann

    größte Geldgeber: Ayondo, eigenes Management

    Nutzer: 2.700

    Mitarbeiter: 7

  • Vaamo

    Geschäftsmodell: Automatisierte Geldanlage

    Sitz: Frankfurt

    gegründet: 2013 von Thomas Bloch, Yassin Hankir und Oliver Vins

    größte Geldgeber: Business Angels

    Nutzer: 200 Testkunden, Ziel bis 2018: 100.000

    Mitarbeiter: 14

  • Weltsparen

    Geschäftsmodell: Festgeldanlagen bei internationalen Banken

    Sitz: Berlin

    gegründet: 2013 von Tamaz Georgadze, Frank Freund, Michael Stephan

    größte Geldgeber: Index Ventures

    Nutzer: Etwa 5.000

    Mitarbeiter: 30

  • Wikifolio

    Geschäftsmodell: Social Trading: Anleger folgen erfahrenen Händlern und Profis

    Sitz: Wien

    gegründet: 2011 von Andreas Kern

    größte Geldgeber: Speedinvest, Verlagsgruppe Handelsblatt

    Nutzer: 28.000

    Mitarbeiter: 24

Wenn Mittel für Zahlungen reserviert werden müssen, deren endgültige Höhe noch unbekannt ist - etwa bei Autovermietungen oder in Hotels - muss der Kunde einen konkreten Betrag absegnen. Das überschüssige Geld muss sofort freigegeben werden. Die zusätzlichen Gebühren, die einige E-Commerce-Anbieter für Zahlungen per Kredit- oder EC-Karte verlangen, werden der Vergangenheit angehören.

Weitere Links zum Artikel

Bisher verursache der Markt für die zersplitterten EU-Zahlungsdienste Ausgaben von 130 Milliarden Euro pro Jahr, sagte der christdemokratische italienische Berichterstatter Antonio Tajani. Diese Kosten bremsten die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft.

Die Gebühren für Kredit- und EC-Karten hatte die Volksvertretung bereits gedeckelt. Ab Ende 2015 gilt für Kreditkarten ein Limit von 0,3 Prozent des Zahlbetrags, für Debitkarten - die in Deutschland beliebten EC-Karten - 0,2 Prozent.

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