Großbritannien will Diesel- und Benzinautos verbieten

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Verkaufsverbot ab 2040: Großbritannien will Diesel- und Benzinautos verbieten

, aktualisiert 26. Juli 2017, 10:12 Uhr
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Auf Großbritanniens Straßen sollen ab 2040 nur noch Elektroautos fahren.

Laut Medienberichten plant Großbritannien ein Verkaufsverbot von Diesel- und Benzinautos ab dem Jahr 2040. Nur Elektroautos seien dann noch erlaubt. Kanzlerin Merkel lehnt ein Dieselverbot ab.

Großbritannien plant ein Verkaufsverbot von Diesel- und Benzinautos bis zum Jahr 2040. Das berichten britische Zeitungen am Mittwoch übereinstimmend unter Berufung auf die britische Regierung. Eine offizielle Bestätigung der Behörden sollte im Verlauf des Tages folgen. Der „Times“ zufolge sollen unter das Verbot auch Hybrid-Autos fallen, die neben einem Elektro- mit einem Benzin- oder Dieselmotor ausgestattet sind. Zur Verbesserung der Luftqualität seien dann nur noch Elektroautos auf britischen Straßen erlaubt.

Die Emissionen und der Schaden für die Umwelt seien zu groß, sagte Umweltminister Michael Gove am Mittwoch dem Sender BBC. "Die Konservativen haben in ihrem Manifest versprochen, dass bis 2050 keine Diesel- oder Benzinfahrzeuge mehr auf unseren Straßen sind", sagte Gove. Das bedeute, dass ab 2040 keine neuen Diesel- oder Benzinfahrzeuge mehr zugelassen werden sollten. Für Straßen mit besonders hohen Emissionen wolle die Regierung den lokalen Behörden 200 Millionen Pfund zur Verfügung stellen. Er halte die Verbannung von Autos von Straßen mit besonders hoher Schadstoffbelastung für sinnvoller als ein generelles Fahrverbot etwa für Innenstädte.

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Das Verbot folgt knapp drei Wochen nach der Bekanntgabe Frankreichs, für den Klimaschutz den Verkauf von Verbrennungsmotoren bis 2040 einzustellen. Norwegen hat sich sogar vorgenommen, dass ab 2025 alle Neufahrzeuge emissionsfrei sein sollen.

Die Bundesregierung lehnt eine pauschale Ablehnung von Diesel-Motoren ab. Kanzlerin Angela Merkel habe wiederholt davor gewarnt, Dieselmotoren pauschal abzulehnen, erklärte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Mit Blick auf den sogenannten Diesel-Gipfel Anfang August sagte sie jedoch, bei diesem Thema werde Bewegung von der Industrie erwartet. Beim Diesel-Gipfel von Politik und Autobauern werden Maßnahmen zur Reduzierung des Schadstoff-Ausstoßes von Diesel-Kfz erwartet. Wegen teils massiver Überschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte erwägen mehrere deutsche Städte Fahrverbote für Dieselautos.

Ein Sprecher des deutschen Verkehrsministeriums äußerte sich zurückhaltend zur Ankündigung Großbritanniens, ab 2040 den Verkauf von Benzin- und Diesel-Kfz zu verbieten. Debatten über feste Termine für den Ausstieg aus Verbrennungsmotoren seien "fantasielos".

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