Volker Wieland: Neuer Wirtschaftsweiser warnt vor EZB

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exklusivVolker Wieland: Neuer Wirtschaftsweiser warnt vor EZB

von Anne Kunz

Der künftige Wirtschaftsweise Volker Wieland hat davor gewarnt, die geplante gemeinsame Bankenaufsicht für die Euro-Zone der Europäischen Zentralbank (EZB) zu übertragen.

„Die Gefahr ist groß, dass sie in Interessenkonflikte gerät, unter denen ihre Unabhängigkeit und damit die Geldpolitik leidet“, sagte Wieland, der am 1. März 2013 in den Sachverständigenrat eintritt, in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. Die EZB gerate dann „in die Versuchung, eine nötige Straffung der Geldpolitik hinauszuzögern und der Gesamtwirtschaft zu schaden.“

Zudem warnte Wieland Deutschland davor, sich „nicht zu einer überhasteten Einführung der Bankenunion zwingen zu lassen“. Die Bundesregierung sollte vorher verhindern, dass Deutschland für bereits entstandene Verluste haften muss. „Eine europäische Einlagensicherung und Aufsicht, die zum Zweck hat, bereits entstandene Verluste zu ¬verteilen, würde das Finanzsystem nicht dauerhaft sicherer machen. Verluste, die durch den Immobilienboom in Spanien oder Irland entstanden sind, dürfen nicht im Nachhinein von anderen übernommen werden“, so Wieland. „Das wäre so, als würde man nach einem Unfall eine Versicherung abschließen, damit andere zahlen.“

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