Wachstum erst 2014 : Griechische Wirtschaft bricht ein

Wachstum erst 2014 : Griechische Wirtschaft bricht ein

Die Talfahrt der griechischen Wirtschaft hält an. Auch für dieses Jahr kann die Notenbank in Athen keine positiven Meldungen verbreiten. Der Schrumpfkurs der Wirtschaft setzt sich fort.

Wegen der harten Sparmaßnahmen und geringen Investitionen rechnet die griechische Notenbank mit einem weiteren Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um etwa 4,5 Prozent. Ein leichtes Wachstum sei erst 2014 zu erwarten. Die griechische Wirtschaft ist seit 2008 insgesamt um 20,1 Prozent geschrumpft. Dies teilte der Chef der Bank Giorgos Provopoulos am Montag in Athen mit.

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Luftballon Quelle: dpa

Erfreulich jedoch sei, dass das Land 2012 zu 75 Prozent seine wegen der Einführung des Euro verlorene Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen habe. Die Gefahr eines Zusammenbruchs sei für Griechenland zwar gebannt. Die Gefahr aber einer „Entgleisung“ gebe es jedoch weiterhin. Aus diesem Grund müsse das Land sein Konsolidierungsprogramm fortsetzen, meinte der Notenbankchef in seinem jährlichen Bericht.

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Die Maßnahmen des griechischen Sparpakets

  • Renten

    Die Rentner müssen mit Kürzungen um fast 4,8 Milliarden Euro rechnen. Alle Renten von 1000 Euro aufwärts werden um fünf bis 15 Prozent gesenkt. Das Weihnachtsgeld für Rentner wird abgeschafft; es war bereits von einer Monatsrente auf 400 Euro gekürzt worden. Die Gewerkschaften rechneten aus, dass damit die Rentner im Durchschnitt 2000 Euro im Jahr verlieren werden.

  • Arbeitnehmer

    Die Abfindungen für entlassene Arbeitnehmer werden drastisch gesenkt. Arbeitgeber dürfen Verträge mit jedem einzelnen Arbeitnehmer schließen. Damit werden praktisch Tarifverhandlungen umgangen.

  • Staatsbedienstete

    Auch den Staatsbediensteten werden die jeweils verbliebenen 400 Euro vom Weihnachtsgeld sowie vom Urlaubsgeld gestrichen. Viele Löhne und Gehälter sollen um sechs bis 20 Prozent verringert werden. Bis Ende 2012 sollen 2000 Staatsbedienstete in die Frühpensionierung gehen oder entlassen werden. Bis zum Eintritt des Rentenalters erhalten sie dann 60 Prozent ihres letzten Gehalts.

  • Gesundheitswesen

    Im Gesundheitswesen sollen 1,5 Milliarden Euro eingespart werden. Unter anderem sollen die Versicherten sich mit höheren Eigenbeiträgen beim Kauf von Medikamenten beteiligen. Zahlreiche Krankenhäuser sollen schließen. Andere sollen sich zusammenschließen.

  • Gehaltskürzungen

    Die Gehälter der Angestellten der öffentlich-rechtlichen Betriebe, wie beispielsweise der Elektrizitätsgesellschaft (DEI), sollen denen der Staatsbediensteten angeglichen werden. Dies bedeutet für die Betroffenen nach Berechnungen der Gewerkschaften bis zu 30 Prozent weniger Geld.

  • Kindergeld

    Familien, die mehr als 18 000 Euro im Jahr verdienen, haben keinen Anspruch auf Kindergeld mehr.

  • Rentenalter

    Das Rentenalter wird für alle von 65 Jahre auf 67 Jahre angehoben.

Der Grund weswegen das Land noch nicht auf Wachstumkurs ist, sei nach Ansicht Provopoulos auf die zögerliche Umsetzung in die Tat von Reformen zurück zu führen.

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