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Währungsexperte Rhodes: 500 Milliarden Euro reichen nicht für den Rettungsschirm

von Angela Hennersdorf

William Rhodes, bis 2010 Senior Vice Chairman der amerikanischen Großbank Citigroup und Autor des Buches „Banker to the World“, wirft den Europäern schlechtes Krisenmanagement vor.

William R. Rhodes Quelle: REUTERS
William R. Rhodes Quelle: REUTERS

„In Brüssel haben sie bis heute nicht die Mechanismen der internationalen Finanzmärkte begriffen“, sagt Rhodes, der sich in den Achtziger- und Neunzigerjahren einen Namen bei der Lösung der Schuldenkrisen in Lateinamerika und Asien machte, im WirtschaftsWoche-Interview. Rhodes rät zu einer Ausweitung des europäischen Rettungsschirms EFSF. Die rund 500 Milliarden Euro die notleidenden Euro-Ländern darüber zur Verfügung gestellt werden, reichten nicht aus.

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„Allein Italien muss in diesem Jahr rund 307 Milliarden Euro refinanzieren. Das Vertrauen in den Bond-Markt muss zurückkehren. Vertrauen ist das Schlüsselwort: Wie schnell gewinnen die Krisenländer das Vertrauen der Märkte zurück? Das geht nur, wenn sie über genügend Liquidität verfügen und Reformen umsetzen. Das muss Hand in Hand gehen.“ Er sei aber zuversichtlich, „dass die Europäer sich zusammenraufen und der Euro überlebt, auch wenn die Zeit gegen sie läuft“. Bei der Euro-Rettung beschwört Rhodes die Führungsrolle der Bundeskanzlerin: „Angela Merkel ist so etwas wie die eiserne Lady Europas oder der deutsche Bismarck der Euro-Zone. Die Euro-Krise ist wieder so eine Zeit, in der Führungsqualität gefragt ist. Es gilt, keine Zeit zu verlieren. Merkel muss alles tun, um die Rettungspläne voranzutreiben.“

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 14.01.2012, 15:48 UhrWiwowast

    "Vertrauen ist das Schlüsselwort"
    Wie sieht denn das Vertrauen der EURO-Länder in die Finanzen Griechenlands aus - besonders, wenn gerade griechische Vermögende ihr Land so sehr hängen lassen!

    Griechen aller Welt, vereinigt euch!
     
    "Bist du Grieche oder arm?"
     
    so hieß es früher einmal. Reiche Hellenen wie Onassis oder Niarchos hatten sich nicht versteckt. Heute scheint man sich zu schämen, wohlhabend zu sein.
     
    Ich kenne nicht sehr viele Griechen. Aber die ich kenne, haben Ehre und schämen sich gewiss nicht ihrer heimatlichen Wurzeln - mit Recht!
     
    Liebe Griechen: wollt ihr tatenlos zusehen, wie eure Heimat pleite geht oder muss euch erst jemand darauf hinweisen, zu helfen und nicht nur Vermögen außer Landes in Sicherheit zu bringen und nur zuzusehen, wie die EURO-Länder sich abmühen euer Land zu retten? Nutzt die weltweiten Möglichkeiten des Internet, schließt euch zusammen und macht eure Heimat wieder zu einer wirtschaftlichen Macht, wie sie schon mal war. Bei Eurer Ehre!

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