Welthandelsorganisation: Russlands WTO-Beitritt freut die Wirtschaft

Welthandelsorganisation: Russlands WTO-Beitritt freut die Wirtschaft

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Während vor allen deutsche Unternehmen von Russlands Beitritt in die Welthandelsorganisation profitieren, ist die Skepsis bei russischen Unternehmen hoch

Nach 18 Jahren wird Russland endlich Mitglied der WTO. Vor allem deutsche Unternehmen und russische Verbraucher profitieren von Zollsenkungen und einfacheren Importregeln. Trotzdem gibt es Gründe für Misstrauen.

Das Thema WTO triebt Wladimir Kaschin zur Weißglut. Der Abgeordnete der Kommunisten hält wenig vom Freihandel und wettert auf einer kleinen Demo in Moskaus Stadtzentrum gegen den Beitritt. Die WTO sei ein militanter Club, der seine Mitglieder versklaven wolle, ruft er ins Mikrofon. Verhindern wird Kaschin den Beitritt jedoch nicht, wenn Putins Einiges Russland das Dokument wie geplant heute in der Duma abnickt. Die Opposition wird dagegen stimmen, angeblich profitiere nur das Ausland von der Öffnung.

Anders als Wladimir Kaschin, hält daher Peter Weishaupt, Exportchef bei Safthersteller Rabenhorst, den WTO-Beitritt Russlands für eine gute Idee. Das Traditionsunternehmen aus Unkel in der Pfalz verkauft unter anderem Rotbäckchen-Säfte nach Russland und wird zu den Gewinnern des Beitritts gehören. Schon jetzt ist der Markt einer der wichtigsten, besonders für das Premiumsegment. Deutsche Lebensmittel haben einen guten Ruf in Russland. Wohlhabende Moskauer achten dabei weniger auf den Preis. In den Regalen der Delikatessenläden stehen kleine Nutella-Gläser für 5 Euro, Bionade für 3,50 und Apfelmus von Odenwald für 6 Euro. Auch für eine Flasche Apfel-Mango-Saft von Rabenhorst müssen Russen 12 Euro berappen, im Vergleich zu 3,50 in Deutschland.

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Maschinenbau hat lange drauf gewartet

Auf den Preis, der bereits die hohen Kosten für den LKW-Transport beinhält, kommen noch 15 Prozent Zoll drauf, erklärt Weishaupt die horrend scheinenden Preise. Der Zwischenhändler, der sich um die komplizierten Importbestimmungen kümmert, bekommt auch seinen Anteil. Zudem seien die Gewinnspannen der Einzelhändler in Russland sehr hoch. „Durch den WTO-Beitritt hoffen wir, dass die Zölle auf 11-12 % sinken und Importregelungen einfacher werden. Dadurch können wir neue Kunden gewinnen, mit weniger dickem Geldbeutel“, sagt der Rabenhorst-Manager. Das Russland-Geschäft soll in den kommenden Jahren kräftig zulegen.

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