Wirtschaftsklima: Hoffnungsschimmer für die Eurozone

Wirtschaftsklima: Hoffnungsschimmer für die Eurozone

Die Wirtschaft schaut optimistischer in die Zukunft als zuletzt. Das zeigt eine Europa-weite Umfrage des ifo-Instituts. Doch zwischen den einzelnen Euro-Länder klaffen große Unterschiede.

Die Konjunktur in der Euro-Zone hat sich nach einer Umfrage des ifo-Instituts im zweiten Quartal erneut verbessert. Der entsprechende Index, der auf der Befragung von 279 Experten basiert, stieg deutlich auf 100,3 Punkte. Damit legte das Barometer zum zweiten Mal in Folge zu, im Schlussquartal 2011 lag der Wert noch bei 84,8 Punkten. Allerdings ist der langfristige Durchschnitt von 109 Zählern immer noch nicht erreicht, was auf eine weiter angespannte Situation hindeutet. Die Beurteilungen zur aktuellen Lage hellten sich leicht auf, während die Erwartungen für die nächsten sechs Monate merklich positiver ausfallen.

Allerdings gibt es noch immer riesige Unterschiede. So ist das Wirtschaftsklima in Deutschland und Estland gut, zufriedenstellend in Finnland. Schlechter, wenn auch zum Vorquartal verbessert, ist die Lage in Österreich, den Niederlanden, Belgien, Irland und Frankreich. Keine Fortschritte gibt es unterdessen in den Krisenstaaten Griechenland, Portugal, Italien und Spanien. Hier wirken sich die hohe Verschuldung und Arbeitslosigkeit besonders negativ aus.

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Dass insbesondere die Mittelmeer-Länder kaum noch wettbewerbsfähig sind, zeigte auch eine Umfrage unter 300 europäischen Top-Managern, die das Forschungsinstitut Kreutzer Fischer & Partner für die österreichische Betriebsansiedlungsgesellschaft ABA-Invest Austria durchgeführt hat, die die WirtschaftsWoche vor wenigen Wochen exklusiv präsentierte.

Miese Noten für Griechenland

Besonders gut beurteilten die Top-Manager die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit und Aussichten Deutschlands und Schwedens beurteilt. Italien, Spanien, Ungarn und insbesondere Griechenland bekamen hingegen miese Noten. Deutschland schnitt mit der Durchschnittsnote 1,4 ab, das heißt das Land erfüllt nach Auffassung der befragten Top-Manager „im Großen und Ganzen schon heute“ die Anforderungen an einen Wirtschaftsstandort der Zukunft.

Griechenland hingegen bekam auf der Notenskala von 1 bis 4 hingegen einen miserablen Durchschnittswert von 3,7. Sprich: Das Land ist quasi „überhaupt nicht“ für die Zukunft gerüstet. Am unteren Tabellenrand rangieren auch Italien (Note 2,9), Spanien (2,9) und Ungarn (3,1).

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Quelle: dapd

Appell von Hans-Werner Sinn

In der WirtschaftsWoche forderte zuletzt auch der Chef des Münchener ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, die Hellenen auf, endlich wettbewerbsfähig zu werden. Entscheidend sei die Frage, „ob es den Krisenländern gelingt, billiger zu werden – denn nur so lässt sich die in- und ausländische Nachfrage nach den eigenen Produkten steigern“. (mit Material von Reuters)

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