Wolfgang Schäuble : Kein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland

28. Juli 2013

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen erneuten Schuldenerlass für Griechenland ausgeschlossen. „Fest steht: Einen zweiten Schuldenschnitt für Athen wird es nicht geben“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Nach seinen Worten kann das Krisenland aber auf Jahre hinaus mit Hilfsleistungen der Europartner rechnen. „Griechenland wird sicherlich auch über 2014 hinaus geholfen werden, soweit dann noch erforderlich, wenn das Land die Auflagen erfüllt.“ Im Deutschlandfunk sagte Schäuble: „Der Druck bleibt aufrecht erhalten.“
Zugleich sieht Schäuble die Eurozone auf dem Weg aus der Krise: „Wir sind noch nicht vollständig über den Berg, aber die Neuverschuldung in Europa geht stark zurück und ist im Schnitt nur noch halb so groß wie vor drei Jahren“, so der Minister. Entscheidend sei neben der Senkung der Neuverschuldung auch „die Durchführung von Wirtschafts- und Sozialreformen für mehr Wachstum und hier sind wir auf einem guten Weg“.
Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger sagte der „Schwäbischen Zeitung“ (Montag): „Der nächste Schritt muss sein, dass die Einnahmen des Staates die gesamten Ausgaben wieder decken - wenn man den Schuldendienst außen vorlässt.“ Er hoffe, dass Athen dies noch vor Jahresende schaffe. „2014 müssen wir über die weitere Entwicklung nachdenken und sehen, ob die Schuldentragfähigkeit gegeben ist - oder wie man sie gegebenenfalls herstellen kann“.

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Aus Sicht der Eurostaaten hat Griechenland alle Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Rate an Hilfsgeldern erfüllt. Das griechische Parlament hatte zuletzt den Weg für die Auszahlung der Hilfsgelder freigemacht. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte bereits am Mittwoch erklärt, Griechenland erfülle fast alle Bedingungen für die Auszahlung von 2,5 Milliarden Euro aus dem Hilfsfonds EFSF.

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Kommentare | 13Alle Kommentare
  • 28.07.2013, 16:48 UhrAugias

    Nach seinen Worten kann das Krisenland aber auf Jahre hinaus mit Hilfsleistungen der Europartner rechnen.
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    Das glaube ich ja nicht!
    Wenn man bedenkt, dass die AfD heute bereits, obwohl der Wahlkampf nocht nicht begonnen hat, im Wahl-O-Meter bei 9,3% gehandelt wird. Die FDP liegt bei 4%!
    Unter diesen Umständen wird sich der Herr Schäuble sicher noch dreimal überlegen müssen, wie es mit unserem Geld an die korrupten und verkommenen Griechen bestellt ist.

  • 28.07.2013, 16:51 UhrDanton

    Ach, Herr Schäuble, sind Sie mal wieder dabei, unsere Staatskasse an die Bankrotteure aus dem Süden zu verteilen? Sie wissen doch, was Artikel 20 Abs. 4 unseres Grundgesetzes aussagt? Das können Sie gerne haben, .... und ein Nürnberg II zum krönenden Abschluss!

  • 28.07.2013, 16:56 UhrRepublikaner

    Morgen wird im BT die nächste Milliarde nach GR durchgewunken (übrigens in der Presse verheimlicht und vertuscht - nur ja keine schlechte Presse vor der Wahl!)). Wir können eigentlich gleich einen Dauerauftrag eingeben über monatlich 1 Mrd an dieses Pleitepack. Da gibt's nur eins: am 22. Sept den Stecker ziehen, sonst geht der Wahnsinn noch 4 Jahre weiter!

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