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Wolfgang Schäuble : Kein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen erneuten Schuldenerlass für Griechenland ausgeschlossen. „Fest steht: Einen zweiten Schuldenschnitt für Athen wird es nicht geben“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Platz 27: Am wenigsten armutsgefährdet sind die Menschen in Dänemark. Das ergab eine Studie des Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Als armutsgefährdet gilt nach einer Definition der EU, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens eines Landes zur Verfügung hat.

Das IW nahm diese Definition als Grundlage für ihre Forschung, kombinierte sie jedoch noch mit weiteren Faktoren, zum Beispiel die subjektive Einkommensarmut und die Deprivation, also das, worauf Menschen aus finanziellen Gründen verzichten müssen. Heraus kam: Nur ein Prozent der Bevölkerung in Dänemark ist arm. Auf Platz 26 schafft es Luxemburg.

Bild: REUTERS

Nach seinen Worten kann das Krisenland aber auf Jahre hinaus mit Hilfsleistungen der Europartner rechnen. „Griechenland wird sicherlich auch über 2014 hinaus geholfen werden, soweit dann noch erforderlich, wenn das Land die Auflagen erfüllt.“ Im Deutschlandfunk sagte Schäuble: „Der Druck bleibt aufrecht erhalten.“
Zugleich sieht Schäuble die Eurozone auf dem Weg aus der Krise: „Wir sind noch nicht vollständig über den Berg, aber die Neuverschuldung in Europa geht stark zurück und ist im Schnitt nur noch halb so groß wie vor drei Jahren“, so der Minister. Entscheidend sei neben der Senkung der Neuverschuldung auch „die Durchführung von Wirtschafts- und Sozialreformen für mehr Wachstum und hier sind wir auf einem guten Weg“.
Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger sagte der „Schwäbischen Zeitung“ (Montag): „Der nächste Schritt muss sein, dass die Einnahmen des Staates die gesamten Ausgaben wieder decken - wenn man den Schuldendienst außen vorlässt.“ Er hoffe, dass Athen dies noch vor Jahresende schaffe. „2014 müssen wir über die weitere Entwicklung nachdenken und sehen, ob die Schuldentragfähigkeit gegeben ist - oder wie man sie gegebenenfalls herstellen kann“.

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Schuldenkrise Daniel Stelter empfiehlt Schuldenschnitt in Euro-Krisenländern

Einen rigorosen Schuldenschnitt in den Euro-Krisenländern fordert Daniel Stelter, einer der führenden Managementberater Europas.

Schuldenkrise: Daniel Stelter empfiehlt Schuldenschnitt in Euro-Krisenländern

Aus Sicht der Eurostaaten hat Griechenland alle Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Rate an Hilfsgeldern erfüllt. Das griechische Parlament hatte zuletzt den Weg für die Auszahlung der Hilfsgelder freigemacht. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte bereits am Mittwoch erklärt, Griechenland erfülle fast alle Bedingungen für die Auszahlung von 2,5 Milliarden Euro aus dem Hilfsfonds EFSF.

13 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.07.2013, 09:02 Uhrfinfan

    Ahh, wieder mal Durchhalteparolen vom Finanzminister. Wer diesen
    Blödsinn glaubt, ist selbst Schuld, wenn ihm nach der Wahl auch
    noch die letzten Cent-Stücke weggenommen werden. Bemerkenswert ist
    die Frechheit, mit der M&S das Volk einlullen und die Lethargie
    der Deutschen. In die Wahlpropaganda passt übrigens auch die Mel-
    dung, das Geldvermögen der Deutschen wächst und wächst. Wenn dem
    wirklich so ist, dann schreibt doch bitte um wie viel und bei wem
    das Geldvermögen so rasant steigt und warum. Wie vermögend die
    Deutschen sind und das sie am Ende in Europa stehen, kann man gut
    in der EZB-Studie nachlesen!

  • 30.07.2013, 06:46 UhrSchaarschmidt

    @v6yz hat recht.Einzufügen wäre noch,dass durch die vielen Schuldenschnitte und Zinssenkungen alle Banken und Versicherungen,ob verstaatlicht oder nicht, weniger Gewinne ausweisen.Und weniger Gewinne -heißt im Umkehrschluß weniger Steuern und damit weniger Steuereinnahmen durch die Euro-Finanzminister der jeweiligen Länder.....dazu kam die Marktverunsichrung mit anschließenden Börseneinbrüchen und damit wieder weniger Gewinnen der Banken und Versicherungen.Sie sehen schon der "Rattenschwanz" an Zusatzkosten wird immer länger...
    Es sind also immer alle die direkten und alle indirekten Kosten in einer Studie zu erfassen....nur leider hat das aus politischen Gründen noch niemand gemacht... .

  • 29.07.2013, 11:54 UhrDissident

    Ich werde NIE WIEDER eine Partei wählen, die für den ESM gestimmt hat oder Eurobonds propagiert. NIE WIEDER!
    Derzeit bleibt nur eine Alternative, die gute Chancen hat, in den BT einzuziehen. Die Blockparteien haben es noch nicht begriffen: Der Euro ist das schleichende Gift, das sie töten wird. Die Arroganz von Erika M. und Dr. Täuschle ist einfach nicht zu toppen!

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