Zinssenkung: Knickt die Bundesbank ein?

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Zinssenkung: Knickt die Bundesbank ein?

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Die Bundesbank lässt sich vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der EZB im Juni nicht in die Karten blicken.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bundesbank hat lange Widerstand geleistet: Ein allzu lockere Geldpolitik war mit ihr nicht zu machen. Jetzt sind die deutschen Währungshüter anscheinend ein Stück weit eingeknickt. Der Euro gibt sofort nach.

Die Bundesbank hat sich lange gegen eine lockere Geldpolitik gewehrt. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ stimmen die deutschen Währungshüter nun aber einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) zu. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen Insider. Als weitere Maßnahmen seien Strafzinsen für Banken denkbar, die Geld bei der EZB parken. Ein Programm zum Ankauf von Anleihen der Euro-Staaten, das sogenannte Quantitative Easing, lehnt die Bundesbank aber dem Bericht zufolge weiter ab.

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Quelle: dpa

An den Finanzmärkten machte die Nachricht schnell die Runde – was sich direkt am Euro ablesen ließ. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung fiel in kurzer Zeit um 0,4 Prozent auf 1,3700 Dollar.
Die Bundesbank hielt sich am Dienstag bedeckt. Es sei nicht neu, dass man die Geldpolitik der EZB bei Bedarf unterstütze, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen der deutschen Notenbank. Die Geldpolitiker schauten sich alle verfügbaren Daten an. „Der Inflationsprognose bis 2016 kommt dabei eine wichtige, aber nicht alles entscheidende Bedeutung bei“, hieß es weiter.

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Die Inflationsrate in der Euro-Zone wird zunehmend wichtig für weiteren geldpolitischen Kurs der EZB. Nach Ansicht von Experten fällt die Inflation viel zu niedrig aus. Eine längere Phase mit niedriger Inflation oder sogar Deflation könnte die Konjunktur innerhalb der Euro-Zone abwürgen. EZB-Chef Mario Draghi hat bereits mehrfach vor dieser Gefahr gewarnt.

Auf ihrer Sitzung vergangene Woche beließ die EZB den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Draghi signalisierte aber, er sei bereit, bei der nächsten Sitzung am 5. Juni zu handeln.

Quelle:  Handelsblatt Online
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