Zypern-Rettung: Außenminister Westerwelle greift Euro-Kritiker an

exklusivZypern-Rettung: Außenminister Westerwelle greift Euro-Kritiker an

Bild vergrößern

Bundesaußenminister Guido Westerwelle

von Henning Krumrey

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die Euro-Kritiker angegriffen und die Rettung des kleinsten Euro-Krisenstaates Zypern verteidigt.

„Wir Europäer sitzen alle in einem Boot. Ein Boot lässt sich mit einer großen Axt leck schlagen, aber auch mit einem kleinen Bohrer“, sagte Westerwelle im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Ich muss manchem, der sich zum Politiker neu berufen fühlt, sagen: Politik ist mehr als Zahlenwerk und Statistik. Europa ist mehr als ein Binnenmarkt und eine gemeinsame Währung.“ Es gehe auch um den Zusammenhalt des Kontinents in der Globalisierung: „Zu glauben, wir könnten die gemeinsame Währung aufgeben, ohne Europa Schritt für Schritt zu verlieren, ist eine schwere Fehleinschätzung.“

Keinesfalls dürfe sich Deutschland beim Kampf um den Erhalt des Euro passiv verhalten: „Wir Deutsche sind hier nicht Zuschauer, wir sind mittendrin. Zu glauben, dass es Deutschland gut gehen könnte, wenn es Europa auf Dauer schlecht geht, ist naiv und falsch.“

Anzeige

Weitere Artikel

Im Falle Zyperns sei eine Beteiligung der Anleger notwendig gewesen, weil nur so die Schuldentragfähigkeit Zyperns nachhaltig hergestellt werden könne. „Mir war dabei wichtig, dass nicht die Kleinsparer getroffen werden. Das richtet ungleich mehr Schaden an“, so Westwelle in der WirtschaftsWoche. Die neuen Regeln in der Eurozone müssten konsequent eingehalten werden. „Sonst würden wir das ganze neu gezimmerte Gerüst der Haushaltskonsolidierung, der Reformen und der Solidarität gefährden.“

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%