
BAGDAD. Einer der Selbstmordattentäter sprengte sich vor der iranischen Vertretung in die Luft, die beiden anderen zündeten ihre Bomben in einem Viertel mit mehreren ausländischen Botschaften, darunter die deutsche und die ägyptische. Ob Botschaftsmitarbeiter getötet oder verletzt wurden, war zunächst unklar.
"Diese Explosionen waren gegen diplomatische Vertretungen gerichtet", sagte Generalmajor Kassim al Mussawi der Nachrichtenagentur AP. "Das ist ein Terrorakt."
Bereits in der Nacht zu Sonntag hatte sich eine Serie kleinerer Explosionen ereignet. Eine davon wurde nach Polizeiangaben von einem unter einem Auto versteckten Sprengsatz verursacht, dessen Detonation einen Menschen das Leben kostete.
Nach den Parlamentswahlen im vergangenen Monat hatte sich die Lage in der irakischen Hauptstadt etwas beruhigt. Am Freitag wurden dann aber 24 Sunniten ermordet. Seitdem geht die Angst um, die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe zwischen den Religionsgruppen könnten wieder aufflammen. Die schiitischen Parteien im Irak werden zum Teil vom Iran unterstützt, was vielen Sunniten ein Dorn im Auge ist.














