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Adam Smith: Sparsamkeit fördert Wachstum

Adam Smith: Urvater der Ökonomie

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Sparsamkeit fördert Wachstum

Volle Vorlesungssäle: 1748 erhält Smith die Möglichkeit, diverse Vorlesungen in Edinburgh zu halten - die Studenten kommen in Scharen. Quelle: dpa/dpaweb
Volle Vorlesungssäle: 1748 erhält Smith die Möglichkeit, diverse Vorlesungen in Edinburgh zu halten - die Studenten kommen in Scharen. Quelle: dpa/dpaweb

Smith war aber durchaus bewusst, was die Zersplitterung des Arbeitsprozesses bedeuten kann, und warnte, dass der Arbeiter „verlernt, seinen Verstand zu gebrauchen, und so stumpfsinnig und einfältig wird, wie es ein menschliches Wesen nur eben werden kann“.

Makroökonomisch legte Smith den Grundstein für eine Debatte, die bis heute nicht abgeschlossen ist: Nützt oder schadet eine hohe Ersparnis dem Wachstum? Für Smith war die Antwort eindeutig: Sparen ist eine Tugend! Denn nur das Sparen ermöglicht für Smith volkswirtschaftliche Kapitalakkumulation und Investitionen; damit sei die Ersparnis der Wirtschaftssubjekte eine grundlegende Bedingung für Wachstum und Beschäftigung. John Maynard Keynes, der Mitte des 20. Jahrhunderts die ökonomische Gegenbewegung zur (Neo-)Klassik einläutete, sah das völlig anders: Bei ihm führt eine steigende Ersparnis zu sinkendem Konsum; als Folge fahren die Unternehmen ihre Produktion zurück. Das Wachstum sinkt, Jobs gehen verloren.

Früher Aufklärer

Adam Smith wird 1723 in Kirkcaldy geboren, einem 1.500-Seelen-Nest an der schottischen Ostküste. Sein Vater, ein Zollbeamter, stirbt kurz vor Adams Geburt. Schon als Schüler fällt Smith auf, der Junge hat eine feine Beobachtungsgabe, ein phänomenales Gedächtnis und eine Vorliebe für Bücher. Schon mit 14 Jahren beginnt er ein Studium an der Universität Glasgow. Dort prägt ihn vor allem der Moralphilosoph Francis Hutcheson, ein früher Aufklärer und brillanter Redner, der als erster Wissenschaftler in Glasgow anstatt auf Latein auf Englisch doziert (was Smith ihm später nachmachen wird).

"Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten."

Dank guter Leistungen bekommt der junge Smith 1740 ein Stipendium für ein weiterführendes Studium. Er geht nach Oxford, studiert dort sechs Jahre Philosophie und beschäftigt sich mit griechischer Literatur. Wohl fühlt er sich in Oxford mit den dortigen strengen Konventionen nicht; einmal erhält er einen strengen Verweis, als er ein zu „fortschrittliches“ Buch liest. 1746 kehrt Smith in sein Heimatdorf zurück, und versucht ohne Erfolg, als Privatlehrer Fuß zu fassen.

1748 erhält er die Möglichkeit, in Edinburgh verschiedene Vorlesungen zu halten. Obwohl die Vorträge nicht zum offiziellen Lehrprogramm gehören, kommen die Studenten bald in Scharen, um seinen Ausführungen über englische Literatur, Rhetorik, Philosophie und ökonomische Fragen zu lauschen. In dieser Zeit entwickelt sich auch eine Freundschaft mit dem Philosophen David Hume, der für Smith auch zur wichtigsten wissenschaftlichen Bezugsperson wird.

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