Aktuelle Zahlen: Arbeitslosigkeit in der Eurozone steigt weiter

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Aktuelle Zahlen: Arbeitslosigkeit in der Eurozone steigt weiter

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Deutschland: Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Monat auf den höchsten Stand in einem Juli seit der Wiedervereinigung gestiegen. Insgesamt waren 4,36 Millionen Arbeitslose registriert.

Die Arbeitslosenzahlen der Eurozone sind höher als jemals zuvor seit der Einführung des Euros. Auch in Deutschland gibt es mehr Arbeitslose, das ist aber noch kein Grund zur Sorge. In Italien sieht das anders aus.

Im Juni hat die Zahl der Arbeitslosen im Euroraum einen neuen Höchststand erreicht. 17,8 Millionen Menschen waren ohne Job, das entspricht einer Quote von 11,2 Prozent, heißt es bei der EU-Statistikbehörde. Im Vorjahresmonat hatte sie bei 10 Prozent gelegen.

Damit liegt die Arbeitslosigkeit höher als jemals zuvor seit Einführung der gemeinsamen Euro-Währung. Die Erwerbslosenquote für Mai hatte Eurostat ursprünglich auf 11,1 Prozent beziffert, im Nachhinein aber auf 11,2 Prozent korrigiert. Wie schon in den Vormonaten ist die Arbeitslosigkeit in den Krisenländern Spanien (24,8 Prozent) und Griechenland (22,5 Prozent nach Zahlen vom April) am höchsten. In beiden Ländern hat sich die Lage weiter verschlimmert.

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Auch die Arbeitslosigkeit im rezessionsgeplagten Italien ist besorgniserregend hoch. Nach den neusten Zahlen liegt sie auf dem höchsten Stand seit mindestens acht Jahren. Im Juni kletterte die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote auf 10,8 Prozent, wie aus offiziellen Daten hervorgeht.

Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit 10,2 Prozent gerechnet. Es ist der höchste Wert seit Einführung der monatlichen saisonbereinigten Daten 2004 und seit Beginn der Quartalszahlen-Statistik 1999.

Die Entwicklung in Deutschland verlief hingegen weiter vergleichsweise gut: Wie auch in Luxemburg waren hier 5,4 Prozent ohne Arbeit. Geringere Quoten meldeten nur Österreich (4,5 Prozent) und die Niederlande (5,1 Prozent).

Deutschland: Üblicher Julianstieg der Arbeitslosigkeit

Auch die deutsche Bundesagentur für Arbeit (BA) hat neue Zahlen vorgelegt, diese beziehen sich jedoch schon auf den Juli. Zu beachten ist zudem, dass die EU-Statistiker die Arbeitslosenquote nach anderen Kriterien als die BA berechnet. Deshalb weichen die EU-Angaben von denen aus Nürnberg ab.

Trotz einer Zunahme der Arbeitslosigkeit in Deutschland steht nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) noch keine Trendwende zum Schlechteren bevor. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist üblich“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Mehr Vollzeit, aber weniger Jobs Durchwachsener Arbeitsmarkt

Mehr als eine halbe Millionen "regulärer" Jobs wurden 2011 neu geschaffen. Dafür sinkt derzeit die Zahl der offenen Stellen auf den niedrigsten Stand seit gut einem Jahr. Ein mittelmäßiger Ausblick.

Mit Spannung werden die Arbeitslosenzahlen für Juli erwartet, die die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag bekanntgibt Quelle: dpa

Viele Jugendliche meldeten sich nach dem Schul- oder Ausbildungsabschluss vorübergehend arbeitslos, und Unternehmen verschöben Neueinstellungen auf das Ende der Ferien. „Wir würden aufrichtig berichten, wenn die Krise da wäre“, betonte Weise. „Sie ist nicht da. Keine Delle.“

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juli auf 2,876 Millionen. Das waren 67.000 mehr als im Juni, aber noch 63.000 weniger als vor einem Jahr. Der Vorjahresabstand wird allerdings von Monat zu Monat kleiner.

Noch geringer war die Arbeitslosenzahl in einem Juli zuletzt 1991. Damals wurde die Statistik aber als Folge der Wiedervereinigung durch weitaus mehr Förderprogramme entlastet. Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 6,8 Prozent. Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl um 7000 Erwerbslose. Volkswirte hatten einen Anstieg um 10.000 erwartet.

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