Arbeitsmarkt: Zwei Drittel der Unternehmen wollen nicht entlassen

Arbeitsmarkt: Zwei Drittel der Unternehmen wollen nicht entlassen

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Die Rezession hat den Arbeitsmarkt erreicht: bis zu 400.000 Jobs stehen auf der Kippe. Doch die meisten Unternehmen versuchen, die Stammbelegschaft zu halten - mit verschiedenen Instrumenten reagieren sie auf die Krise.

Optimisten haben es nicht leicht in dieser Zeit, die täglich neue Katastrophenmeldungen produziert. Das gilt auch für Michael Hüther, den Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft: „Wenn im dritten Quartal die konjunkturelle Talsohle erreicht ist, worauf einige Frühindikatoren hindeuten, könnten wir am Arbeitsmarkt mit einem blauen Auge davonkommen“, prophezeit der Ökonom.

Der Arbeitsmarkt sei „besser gerüstet als in früheren Abschwungphasen“. Weil das Rekrutieren neuer Fachkräfte schwieriger werde, versuchten die Betriebe, ihre Stammbelegschaft so lange wie möglich zu halten.

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400 000 Jobs auf der Kippe

Sicher: Die Rezession hat den Arbeitsmarkt erreicht. Viele Arbeitnehmer werden in diesem Jahr ihren Job verlieren. Die Bundesregierung rechnet mit 250.000 zusätzlichen Arbeitslosen im Jahresschnitt, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sieht gar 400.000 Jobs auf der Kippe.

Trotzdem droht (vorerst) kein totaler Absturz. 62 Prozent der Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahl in den kommenden sechs Monaten konstant halten, 13 Prozent sogar neue Leute einstellen. 24 Prozent planen zwar einen Stellenabbau (Industrie 32 Prozent) – aber nur acht Prozent setzen auf betriebsbedingte Kündigungen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Münchner ifo Instituts für die WirtschaftsWoche ergeben.

Trotz Krise wollen die Unternehmen weiter ausbilden

Instrumente der Krisenreaktion

Instrumente der Krisenreaktion

Die rund 650 befragten Manager aus Industrie, Bauwirtschaft, Handel und Dienstleistungssektor gaben darin auch detailliert zu Protokoll, mit welchen Maßnahmen sie bislang auf die Krise reagiert haben und was sie in Zukunft noch zu tun gedenken.

Ergebnis: Zwei Drittel der Betriebe haben personalpolitisch bereits reagiert oder planen dies in Kürze, etwa durch Kündigungen, Kurzarbeit, den Abbau von Arbeitszeitkonten oder die Reduzierung von Zeitarbeitern.

Was positiv ist: Trotz Krise wollen die Unternehmen unter dem Strich ihre Ausbildungsaktivitäten nicht zurückfahren. Als größtes Hindernis, neue Leute einzustellen, nennen die Betriebe nach der schlechten Auftragslage überraschenderweise nicht hohe Lohnkosten und Abgaben – sondern die mangelnde Qualität der Bewerber. Und das hat nun rein gar nichts mit der Konjunktur zu tun.

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