Arbeitsmarktprognose 2017: Uneinigkeit in der Flüchtlingsfrage

Arbeitsmarktprognose 2017: Experten sagen Ende des Job-Booms voraus

Uneinigkeit in der Flüchtlingsfrage

Die Geister scheiden sich vor allem in der Flüchtlingsfrage. Während die einen bereits bis zum Sommer mit einem stärkeren Anstieg der Flüchtlings-Arbeitslosigkeit rechnen, kalkulieren andere damit erst in der zweiten Jahreshälfte 2017.

Ende Oktober gab es nach Angaben der Bundesagentur 386.000 arbeitssuchende Flüchtlinge; 157.000 davon galten offiziell als arbeitslos, der Rest befand sich noch in Integrations- oder Berufsvorbereitungskursen.

Um eine differenzierte Betrachtung beim Flüchtlingsthema bemüht sich derweil IAB-Arbeitsmarktforscher Weber. Er geht zwar davon aus, dass „die 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge 2017 zum allergrößten Teil auf dem Arbeitsmarkt ankommen“. „Alle“ - das sind etwa rund 400.000 Flüchtlinge. Nur sie sind im erwerbsfähigen Alter und - anders als Ältere, manche Frauen und Kinder - auch in der Lage zu arbeiten.

Aber auch von den 400 000 würden nicht alle automatisch arbeitslos, sobald ihr Asylverfahren abgeschlossen sind, gibt Weber zu bedenken. Einige dürften eine Stelle finden, andere bräuchten noch eine weitere Trainingsmaßnahme, um leichter beruflich Fuß zu fassen. Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge wird daher nach Webers Prognose im Jahr 2017 voraussichtlich um allenfalls 90.000 steigen.

Arbeitsmarkt 460.000 Arbeitskräfte mehr durch Flüchtlinge

Rund 460.000 zusätzliche Arbeitskräfte stehen dem Arbeitsmarkt wegen der Flüchtlingszuwanderung zur Verfügung. Dies geht aus einer Studie der Bundesagentur für Arbeit hervor. Der Trend wird aber wieder sinken.

Vor allem junge Flüchtlinge können auf dem Arbeitsmarkt integriert werden. Quelle: dpa

Dass im Saldo die Zahl der Arbeitslosen nach IAB-Prognose 2017 dennoch um 70.000 sinken dürfte, hängt mit den anhaltend guten Vermittlungschancen für inländische Jobsucher zusammen. Denn auch für 2017 rechnen Experten mit einem steigenden Jobangebot.

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Neue Arbeitsplätze entstünden vor allem in Kitas, Krankenhäusern Pflegeheimen, im Handel, bei Kurierdienste, in der Gastronomie und teils auch auf dem Bau und in der Industrie. Mit Jobverlusten rechnen die Nürnberger Arbeitsmarktforscher hingegen bei Banken und Versicherungen.

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