Aussichten: Wie stark knickt der Export ein?

Aussichten: Wie stark knickt der Export ein?

Der Exportmotor der deutschen Wirtschaft gerät zusehends ins Stottern. Das zeigt der Indikator für das Exportklima, den das Münchner ifo Institut monatlich exklusiv für die WirtschaftsWoche berechnet.

Mit einem Rückgang um weigere 0,08 Punkte hat er seinen Sinkflug im März fortgesetzt und liegt jetzt bei minus 0,84 Zählern – der niedrigste Stand seit fast fünf Jahren.

Der wichtigste Grund für den Rückgang: Das Konsum- und Geschäftsklima bei den wichtigsten Handelspartnern trübt sich immer mehr ein. In Amerika und Japan sind es vor allem die Konsumenten, die für die Zukunft schwarz sehen und einen kräftigen Rückgang der privaten Nachfrage erwarten lassen, während die Unternehmen ihre Umsatzerwartungen bisher nur langsam nach unten korrigieren. In Europa hat sich dagegen sowohl das Konsum- als auch das Geschäftsklima merklich eingetrübt.

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Hinzu kommt der Euro-Höhenflug, durch den sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen auf dem Weltmarkt im März um ein weiteres Prozent gegenüber dem Vormonat verschlechtert hat. So eingeklemmt zwischen weltwirtschaftlicher Abkühlung und ungünstigem Wechselkurs ist es nur eine Frage der Zeit, dass der deutsche Außenhandel einknickt.

Die Frage ist nur, wie stark. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrer Frühjahrsprognose für das laufende Jahr immerhin noch mit einem realen Exportzuwachs von 5,4 Prozent, nach 7,8 Prozent im vergangenen Jahr und 12,5 Prozent im Jahr 2006. Diese Prognose beruht auf der Annahme, dass das Auftragspolster der Unternehmen noch eine Weile trägt.

Dafür spricht, dass die deutschen Unternehmen noch immer relativ optimistisch sind – die Exporterwartungen stiegen im März von 12,6 auf 13,5 Punkte. Vor diesem Hintergrund fielen die Exportzahlen der ersten beiden Monate allerdings enttäuschend aus – mit einem Plus von 3,5 Prozent zum Vorjahr im Februar und 3,1 Prozent im Januar blieb die reale Ausfuhr hinter der Prognose für das Gesamtjahr zurück. Auch der Auftragseingang enttäuschte zuletzt, er sank im Februar saisonbereinigt um 1,1 Prozent zum Vormonat.

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