BDI-Präsident Dieter Kempf: Brexit-Unsicherheit hat bereits Konsequenzen

BDI-Präsident Dieter Kempf: Brexit-Unsicherheit hat bereits Konsequenzen

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Dieter Kempf: Brexit-Unsicherheit hat bereits Konsequenzen

In der deutschen Industrie wächst vor dem Start der EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien die Nervosität.

„Betriebe klagen bereits über die große Unsicherheit“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf zu einem Treffen der für die Brexit-Gespräche zuständigen EU-Minister an diesem Montag in Brüssel. Aus Unternehmen sei beispielsweise zu hören, dass es schon jetzt schwierig sei, Mitarbeiter ins Vereinigte Königreich zu schicken. Dies gelte ganz besonders dann, wenn das Ende der Entsendung jenseits des voraussichtlichen Brexit-Datums am 29. März 2019 liege.

Die EU-Vertreter forderte Kempf deswegen auf, sich bei den bevorstehenden Verhandlungen dafür einzusetzen, möglichst schnell den künftigen Status von EU-Bürgern in Großbritannien und Nordirland zu klären. Die Gefahr einer „langanhaltenden Belastung durch kontroverse Verhandlungen“ sei real, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Wenn es zum Zeitpunkt des britischen EU-Austritts ein „Vakuum“ geben sollte, drohe sogar die Gefahr unmittelbarer Produktionsstörungen. „Deutschland ist das größte Lieferland des Vereinigten Königreichs - und 44 Prozent der britischen Ausfuhren gehen in die EU“, so der Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

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Die für Brexit-Fragen zuständigen EU-Minister wollen an diesem Montag in Brüssel das Verhandlungsmandat für EU-Chefunterhändler Michel Barnier beschließen. Damit wäre die Europäische Union startklar für die Gespräche. Losgehen wird es aber erst nach der Parlamentswahl in Großbritannien am 8. Juni.

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