"Beige Book" der Fed: Erholung der US-Konjunktur setzt sich fort

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"Beige Book" der Fed: Erholung der US-Konjunktur setzt sich fort

Eine Stabilisierung des Immobilienmarkts und Verbraucher in Kauflaune haben laut dem Fed-Konjunkturbericht "Beige Book" zur Erholung der US-Konjunktur beigetragen. Die Finanzmärkte reagierten zunächst kaum.

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Der angeschlagene Immobilienmarkt in den USA erholt sich. Ein Grund, dass es mit der US-Konjunktur langsam wieder bergauf geht.

Die Erholung der US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Notenbank Federal Reserve zuletzt in gemächlichem Tempo fortgesetzt. Hierzu hätten steigende Ausgaben der Verbraucher sowie eine Stabilisierung des Immobilienmarktes beigetragen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der Fed, den Experten nur als "Beige Book" bezeichnen.

In dem vorsichtig optimistischen Bericht ihrer zwölf regionalen Zweigstellen verweisen die Zentralbanker auch auf die hohe Nachfrage in der Auto- und Technologiebranche.

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Für Volkswirte enthielt das Beige Book keine Überraschungen, auch die Finanzmärkte reagierten zunächst kaum auf den Bericht. "Die Fed diagnostiziert einen langsamen Fortschritt, der jedoch nicht ausreicht, um die Rate der Anleihekäufe zu verändern", erklärte Volkswirtin Yelena Shulyatyeva von BNP Paribas in New York.

Wissenswertes über die USA

  • Wenige Millionenstädte

    Obwohl die USA über 307 Millionen Einwohner haben, gibt es relativ wenige Millionenstädte. Es sind gerade einmal neun: New York (8,17 Millionen Einwohner), Los Angeles (3,79 Millionen), Chicago (2,95 Millionen), Houston (2,09 Millionen), Philadelphia (1,52 Millionen), Phoenix (1,45 Millionen), San Antonio (1,32 Millionen), San Diego (1,30 Millionen) und Dallas (1,19 Millionen).

  • 50 oder 51 Staaten?

    Wie viele Bundesstaaten haben die USA? Die richtige Antwort lautet: 50. Oftmals wird fälschlicherweise auch Washington, D.C. als Bundesstaat genannt. Die Abkürzung D.C. steht für „District of Columbia“. Der Distrikt gehört zu keinem Bundesstaat, sondern ist dem Kongress der Vereinigten Staaten direkt unterstellt.

  • Beliebte deutsche Wörter

    Es gibt eine ganze Reihe von deutschen Wörtern, die ins amerikanische Englisch eingedrungen sind. Darunter die bekannten Vokabeln Oktoberfest, Autobahn, Blitzkrieg, angst und kindergarten. Aber auch: wunderkind, waldsterben und doppelganger.

  • Deutsch als Amtssprache?

    Seit 200 Jahren hält sich hartnäckig eine Legende, die besagt, dass Deutsch um ein Haar die offizielle Landessprache der USA geworden wäre. Wahr ist, dass knapp jeder dritte Bürger im US-Ostküstenstaat Pennsylvania zu Beginn des 19. Jahrhunderts deutsche Wurzeln hatte. US-weit lag der Bevölkerungsanteil der Deutschen bei nicht einmal zehn Prozent. Und: Eine Abstimmung über die Amtssprache der USA hat niemals stattgefunden, auch nicht auf regionaler Ebene.

  • Skurrile Gesetze

    In den USA gibt es Unmengen von unsinnigen Gesetzen. Eine Auswahl gefällig? Alabama verbietet das Fahren eines Fahrzeugs mit verbundenen Augen, während man in Florida auf Parkplätzen kein Ständchen singen darf – wenn man nur Badeshorts anhat. Die Stadt Gary in Indiana stellt sich dem Mundgeruch. Nach einem ausgiebigen Knoblauchverzehr ist es vier Stunden lang untersagt, ins Kino oder Theater zu gehen, oder auch nur die Straßenbahn zu benutzen. In der Weltstadt New York ist es verboten, sich den Daumen in die Nase zu stecken und dabei mit den Fingern zu wackeln.


Das Wachstum der US-Wirtschaft war am Jahresende fast zum Stillstand gekommen. Die Fed ist jedoch von einer anhaltenden Erholung überzeugt, die unter anderem von den rekordniedrigen Zinsen und den umstrittenen Anleihekäufen der Notenbank angeschoben wird. Die Fed entscheidet das nächste Mal Ende März über ihren weiteren geldpolitischen Kurs.

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Die Fed kauft seit Jahresbeginn jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staats- und Immobilienpapiere auf und versucht auf diese Weise die Wirtschaft zu stimulieren. Zuletzt waren allerdings Äußerungen aus der jüngsten geldpolitischen Sitzung als Hinweis darauf gedeutet worden, die Fed könne früher als erwartet wieder den Fuß vom geldpolitischen Gaspedal nehmen. Die Vize-Chefin der Notenbank, Janet Yellen, hatte dann allerdings zu Wochenbeginn betont, dass eine Fortsetzung der aggressiven Anleihe-Käufe notwendig sei, weil die US-Konjunktur weiterhin schwächele.

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