Kommentare zu: Die Schuld der Exportmacht

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16 Kommentare
  • 15.03.2010, 19:22 UhrAnonymer Benutzer: völlig inakzeptabel!

    Was die franz. Ministerin gesagt und gefordert hat, ist eine Unverschämtheit. irgendwie ist Schluß, wenn Fleiß, redliche Arbeit und Exporterfolg in den Schmutz gezogen und als negatives und abzustellendes Verhalten dargestellt werden. So geht das nicht. Wenn wir mehr exportieren als importieren, so verlassen immerhin mehr Waren unserer Land als umgekehrt hereinkommen. Damit leben andere auf unsere Kosten und nicht umgekehrt. Mit gutnachbarschaftlichem Verhalten hat das auf-den-Kopf-stellen dieses einfachen Zusammenhangs nichts mehr zu tun.

    Jetzt wissen wir auch, warum manche eine gemeinsame Wirtschaftspolitik mit uns anstreben. Sie wollen uns dominieren und noch mehr auf unsere Kosten leben, sonst nichts.

    Daraus wird aber nichts. Wir können zukünftig als Zweitwagen auch andere Autos kaufen.

    Der französische bürger muss sich gut überlegen, ob er Politiker wählt, die so über ihre Nachbarn sprechen. Es ist wirklich der Gipfel, dass man uns wegen unseres Fleisses kritisiert, zumal wir über 200 Milliarden Euro netto in die EU eingezahlt haben und auf den entsprechenden Konsum zugunsten anderer verzichtet haben, auch zugunsten der Franzosen.

    Ob die diesjährige Reise nach Frankreich stattfindet, muss sich erst noch zeigen, denn das geht wirklich zu weit.

  • 15.03.2010, 19:29 UhrAnonymer Benutzer: die Redaktion schreibt

    "ihr Kommentar enthält begriffe, die auf unserer blacklist aufgeführt sind und muss daher überprüft werden, bevor er veröffentlicht wird"

    Mein beitrag ist völlig harmlos. Schauen Sie in die FAZ, die Leute überschlagen sich vor Ärger.

    Und Sie haben eine Schwarze Liste mit verbotenen Wörtern? ich bin völlig entsetzt!

  • 15.03.2010, 20:14 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Es ist ja schön wenn die Deutschen alles richtig gemacht haben und die anderen alles falsch. Leider sind die Überschüsse des Einen die Dezifizite des Anderen. Anders ausgedrückt. Hätten sich andere Staaten nicht hoffnungslos verschuldet, wäre der deutsche Exportboom nicht möglich gewesen und damit die deutsche Wirtschaft entsprechend weniger gewachsen. Das die anderen Staaten den deutschen Exportüberschüssen nicht tatenlos zusehen, insbesondere nach der aktuellen Krise dürfte jedem auch klar gewesen sein. Wenn Politik und Wirtschaft nicht auf die Vorwürfe reagieren, werden die Länder Maßnahmen ergreifen, wie zu Zeiten des japanischen Exportbooms. So oder so wird der deutsche Export geschwächt werden, darauf kann Deutschland sich jetzt schon einrichten. Rechthaberei und nationales Gedöns helfen da nicht weiter.

  • 15.03.2010, 21:39 UhrAnonymer Benutzer: Linus

    Nehmen wir als beispiel Frankreich. Die Ministerin Lagarde hat ja bekanntlich ihr Unbehagen erstmals öffentlich dargelegt; das ist ein absolutes Novum. Das Problem: Der Euro verhindert, dass ein Mitgliedsland von den Fluktuationen einer heimischen Währung profitieren kann. Folge: Der Export wird beeinträchtigt. Zweites Problem: in Frankreich ist es schwierig, Lohndumping in dem Umfang durchzusetzen, wie das in Deutschland der Fall ist. Dabei hat die Prekarität der Lohnabhängigen dort schon dramatisch zugenommen, um die Profitabilität der Unternehmen zu steigern. Das nimmt man Sarkozy sehr übel. Dazu kommen industrielle Probleme, weil Frankreich auf Weltmärkten weniger präsent ist als Deutschland, trotz guter Produkte. Aber wie auch immer, man kann nicht jedes Land in deutsche Normen zwingen. Das wird in Frankreich immer deutlicher so wahrgenommen, aber nicht nur dort. Das heisst aber auch, dass der Traum von einem vereinigten Europa unter deutscher (Wirtschafts)führung eben nur ein Traum bleiben wird. Diese Form von Führung will anscheinend niemand.

  • 15.03.2010, 22:26 UhrAnonymer Benutzer: Thor

    Das ist Nonsens was Sie schreiben. ANdere Staaten verschulden sich weil Deutschland exportstark ist? Denken wir nochmal nach, und finden den Unterschied zwischen Staatshaushalt und privaten Konsum und dann reden wir weiter und veröffentlichen unsere unqualifizierte Meinung.

  • 15.03.2010, 23:55 UhrAnonymer Benutzer: Kenilej

    Heute Nachmittag kam ein Fake von SWR3: Die D-Mark würde zum Jahreswechsel wieder eingeführt.
    Das erste Mal seit langer Zeit empfand ich sowas wie Aufbruchstimmung.
    Die Partei, welche dies verspricht schnellstmöglich umzusetzen, erhält mein Kreuzchen.

  • 16.03.2010, 00:14 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Das dümmliche Nicken der Deutschen bei jedem auch noch so idiotischen Erlass musste sich irgend wann rächen. beim Euro war die sich die deutsche Elite einig: er war gut. Dabei ist er tatsächlich nur für deutsche Exporte in den EU-binnenmarkt gut; für den Normalmichel brachte der Euro 100% inflation seit seiner Einführung. Auch bei dem bescheuerten Verbot von Glühbirnen waren sie ja noch alle brav am Nicken, wie der Wackel-Dackel. Den völlig bescheuerten Lissabon-Vertrag (alias EU-Verfassung) hat unsere geliebte Deutschlandelite ebenfalls ohne uns zu fragen durchgeprügelt. Jetzt schlägt die brüssel-Hydra zu - und alle sind überrascht, dass uns irgend jemand in die Suppe spucken will. Das hatten wir aber selbst so gewollt.

  • 16.03.2010, 02:56 UhrAnonymer Benutzer: Mister Mo

    Naja die Wiwo argumentiert das halt neoklassisch...
    keynesianisch gesehen haben wir es wirklich mit einem Problem zu tun welches auf die Lohnzurückhaltung der letzten Jahre zurückzuführen ist.
    Man dachte in Deutschland die Arbeitslosigkeit mit Lohnzurückhaltung (also Lohnwachstum unterhalb des Produktivitätswachstums) abzubauen.
    Dies ist auch zu einem gewissen Teil gelungen allerdings auf Kosten der Euro Nachbarn..
    Das Problem sehen wir jetzt... das lässt sich wenn wir weiter keynesianisch argumentieren auch nicht durch harte Einschnitte in den betroffenen Ländern lösen sondern ist strukturell gegeben und wäre nur durch eine gemeinsame Wirtschaftspolitik (oordiniert) zu lösen

  • 16.03.2010, 12:51 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang Hürlimann

    Deutschland's industriekapitäne habe zu sehr angelsächsische Angewohnheiten übernommen. Eine nachhaltig erfolgreiche Wirtschaftsmacht besitzt auch -einen starken binnenmacht und Kaufkraft in allen Schichten. Davon hat sich Deutschland verabschiedet, Produktionseinheiten und Know-how nach Asien unwiderbringlich transferiert. Als Konsequenz wird Deutschland zum billiglohnland, zieht andere EU-Staaten mit an den Abgrund und erntet als Konsequenz in Zukunft soziale Unruhen, Schulden und massive Wettbewerbsnachteile durch die abwandernde Qualifikation, fehlende innovation und Überalterung.

  • 16.03.2010, 13:13 UhrAnonymer Benutzer: hsot

    ich halte auch nicht viel von der hiesigen Führungsrige im Land. Aber die Äußerungen von Juncker sind eindeutig rassistisch bzw. nationalistisch und daher nicht ernst zu nehmen. Es ist eine sehr nationalstaatliche, rückwärtsgewandte Denkweise, die die kommenden Probleme der Menschheit nicht im geringsten reflektiert.

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