Offen ist vor allem, wann sich die für Deutschland wichtige Exportbranche aus dem Tal kämpft. Das DIW warnt, die heimische Wirtschaft könne vorerst nicht wie gewohnt von der Erholung der Weltmärkte profitieren. Hochwertige Investitionsgüter, also die traditionellen Spezialprodukte deutscher Industriebetriebe, seien auf absehbare Zeit kaum gefragt. Erst 2011 ist laut DIW auch in dieser Produktklasse ein Aufschwung zu erwarten. Rettungsanker der Konjunktur sei daher wie im zurückliegenden Jahr der Konsum.
Vertreter der Wirtschaft sehen das anders. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) unter 1200 Mitgliedern rechnen zahlreiche Unternehmen mit einer positiven Entwicklung des Exportgeschäfts. „Insbesondere die Einschätzungen für Ostasien, Indien und Europa haben sich verbessert“, sagt BGA-Präsident Anton Börner. Auch der Handel mit den USA könne sich wieder erholen.
Nicht zuletzt deshalb hält der BGA 2010 sogar einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts zwischen 2,5 bis knapp unter drei Prozent für möglich. Endgültige Zahlen, wie sich das deutsche BIP im vergangenen Jahr entwickelt hat, liefert das Statistische Bundesamt demnächst. Ergebnisse für das Schlussquartal 2009 und die überarbeiteten Zahlen für das Gesamtjahr werden Mitte sowie Ende Februar bekannt gegeben.













