Bruttoinlandsprodukt gestiegen: Deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Bruttoinlandsprodukt gestiegen: Deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

, aktualisiert 15. Mai 2012, 08:23 Uhr
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Der deutsche Export läuft weiter auf Hochtouren.

Quelle:Reuters

Europas Konjunkturlokomotive Deutschland nimmt wieder Fahrt auf. Im Auftaktquartal befindet sich die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs - und das sogar besser als Experten erwartet hatten. Die Börsenexperten bleiben allerdings skeptisch.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2012 deutlich um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im vierten Quartal 2011 hatte die deutsche Wirtschaft einen Dämpfer erhalten, das BIP war um 0,2 Prozent geschrumpft.

Die 41 von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt nur ein Plus von 0,1 Prozent erwartet, wobei die Schätzungen von minus 0,3 bis plus 0,2 Prozent reichten. Ende 2011 war die Wirtschaft noch um 0,2 Prozent geschrumpft - zum ersten Mal seit fast drei Jahren. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von Rezession gesprochen.

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Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich vor allem vom Außenbeitrag: Nach vorläufigen Berechnungen sind die Exporte - anders als die Importe - zum Jahresbeginn gestiegen. Außerdem wurde im Inland mehr konsumiert als im Vorquartal. Der Rückgang der Investitionen konnte so zum Teil kompensiert werden.

Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2012 wurde von 41,1 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 612.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor.

Börseprofis bewerten deutsche Wirtschaft kritischer

Weniger positiv ist die Bewertung der Börsenprofis: Unter dem Eindruck der verschärften Euro-Schuldenkrise schätzen sie die Aussichten für die deutsche Wirtschaft deutlich skeptischer ein als zuletzt. Das ZEW-Barometer sackte im Mai um 12,6 Zähler auf 10,8 Punkte ab, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter Anlegern und Analysten mitteilte.

Es war der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 19,0 Zählern gerechnet.

Die Lage wurde hingegen überraschend positiver bewertet: Dieses Barometer stieg auf 44,1 Punkte von 40,7 Zählern. „Zu der Verschlechterung der Erwartungen dürfte beitragen, dass es vor dem Hintergrund der Wahlergebnisse in Griechenland und Frankreich unsicherer geworden ist, dass die europäischen Regierungen entschlossen gegen die Staatsschuldenkrise im Euroraum vorgehen“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Für Ökonom Andreas Scheuerle von der DekaBank passen die Mannheimer Daten ins Bild: „Der Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen spiegelt die Entwicklungen der vergangenen vier Wochen trefflich wider.

Zum Teil deutlich rückläufige Einkaufsmanagerindizes weckten erneut Konjunktursorgen. Hinzu kam die durch die Wahlen in Griechenland ausgelöste Unsicherheit über die Fortsetzung des Reform- und Sparkurses.“

Der Anstieg der Lagebeurteilung könnte laut Scheuerle eine Reaktion auf die besser als erwarteten Indikatoren im März sein. Dazu zählen Produktion, Auftragseingänge, Industrieumsätze und Exporte.

Die deutsche Wirtschaft hat durch das überraschend starke Wachstum eine Rezession verhindert.

Quelle:  Reuters
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