Bruttoinlandsprodukt: Wirtschaftsweise halbieren Prognose für 2013

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Bruttoinlandsprodukt: Wirtschaftsweise halbieren Prognose für 2013

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Container im Hamburger Hafen: Vom Außenhandel erwarten die Fachleute keine Impulse.

Das Jahr 2012 endete schwach. Nun dürfte das Wachstums des Bruttoinlandsproduktes bei bei nur 0,3 Prozent liegen. Ein möglicher Rettungsanker für die Konjunktur: Der Konsum im Inland.

Die fünf Wirtschaftsweisen haben ihre Wachstumsprognose für Deutschland mehr als halbiert. 2013 werde nur noch ein Mini-Plus von 0,3 Prozent erwartet, teilte der Sachverständigenrat am Montag mit. Im Herbst hatten die Berater der Bundesregierung noch 0,8 Prozent vorhergesagt. Damit liegt das Expertengremium nun näher an den Prognosen von Bundesbank und Regierung, die beide mit einem Wachstum von 0,4 Prozent rechnen. Grund für die Senkung sei der unerwartete Einbruch im vierten Quartal 2012, als das Bruttoinlandsprodukt mit 0,6 Prozent so stark schrumpfte wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Dadurch startete die Wirtschaft mit einer Hypothek ins laufende Jahr.

"Positive Wachstumsimpulse dürften nur aus dem Inland kommen - vor allem von den privaten Konsumausgaben, die sich angesichts der anhaltend guten Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin robust entwickeln dürften", schrieben die Wirtschaftsweisen. Dagegen dürften die Unternehmen wie schon 2012 weniger investieren - vor allem wegen der Verunsicherung durch die anhaltende Schuldenkrise in Europa. Auch vom Außenhandel erwarten die Fachleute keine Impulse, weil die Exporte langsamer wachsen dürften als die Importe.

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Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen wird dem Expertengremium um den Essener Wirtschaftsprofessor Christoph Schmidt zufolge 2013 auf 2,949 Millionen steigen. Das wären rund 50.000 mehr als im abgelaufenen Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen soll dagegen um 0,3 Prozent auf 41,7 Millionen zulegen.

Für das kommende Jahr erwarten viele Experten einen kräftigen Aufschwung. Das von Schmidt geleitete Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erwartet dann ein Wachstum von 2,1 Prozent. "Mit der weiteren Erholung der Weltwirtschaft dürften dann die Exporte rascher steigen, was sich positiv auf die Investitionen auswirken würde", hieß es.

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