Bundesbank-Chef: Weidmann fordert erneut Ende der EZB-Niedrigzinspolitik

Bundesbank-Chef: Weidmann fordert erneut Ende der EZB-Niedrigzinspolitik

, aktualisiert 23. Februar 2017, 13:09 Uhr
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Der Präsident der Deutschen Bundesbank befürwortet ein zeitnahes Ende der ultralockeren Geldpolitik.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bundesbank überweist deutlich weniger Geld an den Bund als erwartet – vor allem wegen erhöhter Rückstellungen für Zinsrisiken. Notenbankchef Weidmann macht sich erneut für eine neue EZB-Zinspolitik stark.

FrankfurtBundesbank-Präsident Jens Weidmann hat sich für eine Änderung des geldpolitischen Ausblicks der EZB ausgesprochen. Man könne sich fragen, wann die EZB vom Gas gehen sollte und ob der Rat der Europäischen Zentralbank zuvor nicht seine Kommunikation ändern sollte, sagte Weidmann am Donnerstag in Frankfurt. „Etwa indem er nicht mehr nur darauf verweist, dass die Geldpolitik gegebenenfalls auch noch expansiver ausgestaltet werden könnte.“ EZB-Direktor Yves Mersch hatte unlängst einen ähnlichen Vorschlag gemacht.

Weidmann zufolge hat sich der Aufschwung im Euro-Raum gefestigt. Er stehe zunehmend auf sicheren Füßen. Die Auslastung der Unternehmen steige. „Davon profitiert auch der Arbeitsmarkt in vielen Euro-Ländern“, ergänzte der Bundesbank-Präsident.

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Am Donnerstag hatte die Bundesbank ihr Ergebnis für das Jahr 2016 präsentiert. Demnach schrumpfte der Gewinn spürbar von 3,2 Milliarden auf 1,0 Milliarden Euro. Aufgrund von erhöhten Rückstellungen wegen Zinsänderungsrisiken überweist die Notenbank allerdings nur 400 Millionen Euro an den Bund – dort waren 2,5 Milliarden eingeplant. „Es ist nicht unser Geschäftsmodell, einen Gewinn für den Bundesfinanzminister zu erzielen“, sagte Weidmann.

Quelle:  Handelsblatt Online
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