China: Zwischen Kritik und Kniefall

China: Zwischen Kritik und Kniefall

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Vom Außenseiter wurde China nach und nach zu einer Weltmacht.

von Klaus Methfessel

Wie kann der Aufstieg Chinas den westlichen Ländern nützen? Damit befasst sich Frank Sieren in seinem Buch. Was das Buch lesenswert macht, obwohl es auch in die falsche Richtung argumentiert.

Weiter auf der Angstwelle vor China surft der frühere Peking-Korrespondent der WirtschaftsWoche, Frank Sieren. Beschrieb er in seinen bisherigen Büchern („Der China-Code“, „Der China-Schock“) das wiedererstarkte Reich der Mitte, variiert er das Thema in seinem neuesten Buch „Angst vor China“ ein wenig:

Im Vordergrund steht nicht die Analyse des chinesischen Aufstiegs, sondern, so der Untertitel, „Wie die neue Weltmacht unsere Krise nutzt“. 

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Schwächen Chinas ausgeblendet

Mit uns meint Sieren mal die Deutschen, weil sie aus der Kernenergie aussteigen, während die Chinesen aussichtsreiche deutsche Kerntechnik weiterentwickeln. Mal sind die Europäer oder die Amerikaner gemeint, die den Chinesen die Technologien für den Bau von Großflugzeugen liefern und sie so als Konkurrenten erst richtig stark machen. Mal ist es der Westen insgesamt, der durch die Finanzkrise mehr und mehr in die Abhängigkeit vom chinesischen Banker gerät.

Sieren legt viele Fakten vor, das macht das Buch lesenswert. Doch geht es meist nicht über anekdotische Evidenz hinaus. Anders als der Titel suggeriert enthält das Buch keine systematische Stärke-Schwäche-Analyse, weder für Deutschland, Europa oder die USA noch für China.

Während Sieren lustvoll die Schwächen des Westens auf Korn nimmt, blendet er die endogenen Risiken und Schwächen Chinas, ähnlich wie Subramanian, systematisch aus. Trendbrüche sind in seiner Sicht ausgeschlossen, für China zumindest.

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