Chinas Exporte schwächeln: Notenbank erwartet 2016 Rückgang der Ausfuhren

Chinas Exporte schwächeln: Notenbank erwartet 2016 Rückgang der Ausfuhren

, aktualisiert 08. Juni 2016, 09:45 Uhr
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Wegen der weltweit schwachen Nachfrage sind Chinas Exporte überraschend stark gefallen.

Quelle:Handelsblatt Online

Chinas Exporte werden 2016 voraussichtlich um ein Prozent zurückgehen, so die Prognose der Zentralbank – bislang hatte sie mit einem Wachstum von drei Prozent gerechnet. Die Importe gehen dagegen nur noch leicht zurück.

PekingDie chinesischen Exporte sind im Mai wegen der weltweit schwachen Nachfrage überraschend stark gefallen. Sie schrumpften um 4,1 Prozent zum Vorjahresmonat, wie die Zollbehörde am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich ein Minus von 3,6 Prozent erwartet.

Die Zentralbank rechnet nun damit, dass die Ausfuhren auch im Gesamtjahr 2016 schrumpfen werden - und zwar um ein Prozent. Bislang war sie von einem Wachstum von drei Prozent ausgegangen. „Seit Jahresbeginn hat sich das globale und heimische Konjunkturumfeld verändert“, begründete die Notenbank.

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Die Importe schrumpften dagegen deutlich weniger stark als vorhergesagt. Sie gaben im Mai nur noch um 0,4 Prozent nach. Das ist der kleinste Rückgang seit November 2014. Experten hatten ein Minus von sechs Prozent prognostiziert. Zum Teil dürften höhere Rohstoffpreise eine Rolle spielen, aber auch eine bessere Binnennachfrage dank staatlicher Konjunkturpakete.

Auch der Autoabsatz gewann zuletzt an Dynamik: Im Mai legte er um 11,4 Prozent zu auf fast 1,8 Millionen, wie der Automobilverband CPCA bekanntgab. In den ersten fünf Monaten lag das Plus bei 7,7 Prozent.

Die Zentralbank rechnet ungeachtet der schwächelnden Exporte weiter mit einem Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent in diesem Jahr. Anziehende Investitionen sollen dabei den Dämpfer vom Außenhandel wettmachen. Die Weltbank sagt für China ein Wachstum von 6,7 Prozent voraus. Das wäre das geringste Plus seit einem Vierteljahrhundert.

Zugleich senkte die Weltbank ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 2,4 von zuletzt 2,9 Prozent. Als Grund nannte sie unter anderem eine anhaltende Schwäche bei Rohstoffen, eine schwache Nachfrage in den Industriestaaten und geringere Kapitalflüsse.

Quelle:  Handelsblatt Online
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