Kommentare zu: Braucht das Währungssystem einen Goldanker?

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33 Kommentare
  • 26.01.2010, 14:47 UhrAnonymer Benutzer: elisabeth

    eine absolute abdeckung mit gold halte ich fuer wirtschaftshemmend und sehr gefaehrlich! interessant waere zu Erwaegen ob es sinnvoll ist Gold als kleinen sehr dezente Anker zum Abpuffern einzufuehren-dh. eine geringfuegig prozentuale Abdeckung mittlels Gold (5 prozent) vielleicht warum auch nicht parallel dazu dass immer weniger werdende Silber- waere mal etwas neues und vielleicht auch zukuenftiges Geld ueber den wichtigsten Naturvorrat ueberhaupt abzudecken- unser blaues gold- das Wasser welches gescheutzt werden muss und so oft bei goldfoerderung verschmutzt wird.
    Es kommt leider immer zu wenig in den Medien- Gold gibt es eigentlich mehr als genug denn es wird vulkanisch immer wieder mal aus dem inneren nach oben geschoben -so ist auch dieses realitv.
    auf irgendwelchen suedseeinseln handelten die bewohner mit schoenen runden Steinen als Geld- der groesste Stein- dei meisste Kohle...

  • 26.01.2010, 15:17 UhrAnonymer Benutzer: wolf

    Sicher kann man Wirtschaftswachstum mit Geldmengenausweitung ankurbeln. Das ist zunächst toll. Und schon wieder der erste Schritt zum Sündenfall. THEORETiSCH kann man die Geldmenge wieder kürzen. Tut aber niemand, so lange Politiker teure Wahlversprechen machen und jedem Alles für lau versprechen, hauptsache der Stimmzettel stimmt. Erst erwirtschaften, DANN verteilen, aber damit gewinnt man halt keine Wahlen. Und solange das so ist, möchte ich den Goldstandard und keine korrupten Zentralbanken oder unfähige Klientelpolitiker a la SED (verzeihung "Linke") und SPD. basta !

  • 26.01.2010, 16:57 UhrAnonymer Benutzer: Inflation

    Eine vollständige Golddeckung wäre quasi unmöglich - bei den aktuellen Geldmengen ! Wenn man dazu den notwendigen Goldpreis ausrechnet, wird einem ganz schwindlig ! Aus meiner Sicht müsste das "einfache" Erweitern der Geldmengen - über die Steigerungsraten des GDP hinaus - vermieden werden. Leider hat das seit 1971 nicht geklappt - die Geldmengen wurden im Verhältnis zum GDP immer weiter erhöht. Wenn die einzige Möglichkeit dazu die Gold oder bimetallbindung (inkl. Silber) (als feste Teildeckung) ist, muss es wohl so sein. Wenn es nochmals krachen sollte, wird es so oder so schwierig ein Vertrauen in breiten bevölkerungsschichten in die Währung aufrechtzuerhalten.

    P.S.: Fragen Sie mal in ihrem bekanntenkreis. ich tippe, dass über 50 % immer noch davon ausgehen, dass es aktuell eine Golddeckung gibt ...

  • 26.01.2010, 18:04 UhrAnonymer Benutzer: Goldjunge

    bein genauen hinschauen argumentiert Thomas Meyer, der Chefvolkswirt der Deutschen bank, nicht gegen einen Goldstandart, bzw. einen Realdeckungsstandart, sondern gegen eine staatliche Währungshoheit an sich.

    Die Konkurrenz der Währungen dürfte langfristig das erfolgversprechendere System sein. Unabhängig von einer Deckung bzw. der Art einer Deckung.

  • 26.01.2010, 18:18 UhrAnonymer Benutzer: Goldmark

    Gold als Parallelwährung, das wäre eine gute Diskussionsgrundlage. Das ist ja schon der Fall, wenn auch inoffiziell. Ein Rückgriff auf den Goldstandard halte ich für nicht realisierbar. Er war in der Vergangenheit nur deshalb erforderlich und möglich, weil die Länder noch von ihren Agrar-und Kleinindustriestrukturen geprägt waren. Nixon hatte damals den Goldstandard u.a. auch deshalb aufgehoben, weil die Kosten davonliefen und die Finanzaktivitäten, insbes. die Spekulation, gebremst worden wären. Aber einen festen Ankerpunkt, vielleicht in Form einer internationalen Übereinkunft über eine goldgedeckte Parallelwährung braucht man, wenn nicht alles aus den Rudern laufen soll.

  • 26.01.2010, 19:14 UhrAnonymer Benutzer: Währungskeptiker

    Das Thema mag ja interessant sein, ganz sicher nicht interessant oder weiterführend ist jedoch die Meinung, oder besser das Geschwätz, von irgendwelchen bankstern hierzu. Was wir gerade erleben ist das Scheitern einer Währungssystemphilosophie, bzw. wir stehen vor der Frage ob Währungen in der bisher bekannten Form überhaupt noch eine Zukunft haben, bzw. haben können. Nun sehen angesichts dieser Fragen einige ihr Heil (andere auch ihren Profit) darin, den Goldstandard der schon vor Jahrzehnten gescheitert ist bzw. aus gutem Grund abgeschafft wurde wieder einzuführen. Aber so wird das nichts. Unser Problem ist, dass die Währungen die einst als universales Tauschmittel durchaus vorteilhaft eingeführt wurden, über die Zeiten zum Produktionsmittel für Finanzblasen mutierten bzw. verelendeten. Hier muss angesetzte werden. Dieses Problem löst aber auch der Goldstandard (oder jede andere materielle Deckung) nicht, wie jeder weiß der sich um einige Jahrhunderte Währungsgeschichte bemüht. Einzig eine stringente juristische Deckung gepaart mit ebenso stringenter internationaler Kontrolle und gegebenenfalls ebenso stringenter Sanktionierung (und nein damit sind keine zum Scheitern verurteilten Kriegsderivatswährungen wie der Euro gemeint) kann hier weiterhelfen, will man nicht gleich wieder zurück zum Warentausch.

  • 26.01.2010, 19:22 UhrAnonymer Benutzer: oloool

    Hm, von einem Chefvolkswirt hätte ich etwas mehr volkswirtschaftliches Denken erwartet.

    Eine bindung an Gold ist vollkommen irrelevant.
    Es braucht eine bindung an die Realwirtschaft, also den Alltags-Markt der Mehrheit. Jene Mehrheit, die eben keine Massenvernichtungswaffen konsumiert oder Kriege anzettelt.

    Aber ich stimme zu, die Republik muss wieder dezentralisierter gestaltet werden. Die bürokratie sollte gegen Demokratie ersetzt werden: Der bund hat nur noch repräsentative und judikative Aufgaben (GG) und dafür einen Minihaushalt. Das Geld und die Hoheit den Kommunen obliegt, klappt es auch wieder mit der Demokratie... ;)

  • 26.01.2010, 21:07 UhrAnonymer Benutzer: Beobachter

    Klar, dass die Deutsche bank keinen Goldstandard brauchen kann:
    dann wäre sie innerhalb einer Stunde mausetod, quasi inflagranti erwischt beim Gelddrucken. Die Deutsche bank darf das auf Grund bestehender Gesetze jederzeit, das ist unser Geldsystem: ein Papierchen erfinden und unter die Leute bringen, meinetwegen auch an eigene Tochterfirma oder im Detrivate - Tower unterbringen.
    Alles eine Frage der bilanzierung...Prost, Gsuffa!

  • 26.01.2010, 21:36 UhrAnonymer Benutzer: osoto

    "braucht das Währungssystem einen Goldanker? "

    braucht jemand der gold hat ein währungssystem?

    ihre antworten werden mich unterhalten!

  • 27.01.2010, 01:34 UhrAnonymer Benutzer: Opus Dominus

    Wer Überlebenswille zeigt, sollte es wie die Ratten machen und ein sinkendes Schiff wie die EU mit dem Euro verlassen. Eine Wiedereinführung der DM gedeckt durch 3400 Tonnen Gold der bundesbank gibt erstmal eine stabile Währung. (Hoffentlich ist das Gold noch da, schließlich gehört es den deutschen bürgern)
    Sodann braucht man Ersatz für die EU als Absatzmarkt. Günstig wäre da eine Wirtschaftsunion mit Rußland. 150 Millionen Kunden mit GUS sogar 300 Millionen und dazu ein potenter Rohstofflieferant an deren Großkonzerenen Eon und Deutsche bank ja bereits mit 49% beteiligt sind. Mögliche Handelsdefizite während der ersten Jahre können leicht durch russische Goldlieferungen ausgeglichen werden. Ach ja, fast vergessen, Austritt aus der Nato und ein neuer Verteidigungspakt mit russischem Atomschirm. Die Franzosen dürfen mitmachen, wenn sie denn wollen, damit sie nicht wieder Angst vor uns bekommen.

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