Kommentare zu: Den Wohlstand richtig messen

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4 Kommentare
  • 22.10.2009, 14:31 UhrAnonymer Benutzer: lingupingu

    "Die öffentliche Debatte darüber, was Fortschritt ist und wie man ihn misst, sollte in Deutschland deutlich an Fahrt gewinnen."

    Nein ! Auf gar keinen Fall !

    Wer einen berg mit dem Mikroskop betrachtet, erkennt ihn nicht. Und auch hier bringt genügend Abstand zum Thema deutlich mehr Licht in die Sache:
    Wohlbefinden, Glück und auch das Gefühl von Fortschritt sind nicht nur subjektiv sondern auch in hohem Maß von irrationalität und individualität geprägt. Die indexierung dieser Parameter führt zu nichts anderem als der autoritären Festlegung, was denn Fortschritt, Glück etc. für den Einzelnen gefälligst zu bedeuten haben.
    Ganz klar, die beschränkung auf letztlich materielle Parameter mag unbefriedigend sein. Aber wenigstens hat man mit der Aussage:"Geld haben ist besser als kein Geld haben" doch die große Mehrheit der Menschen im boot. bei all diesen sonstigen obskuren "Wohlfühlfaktoren" kommt man über 25% kaum hinaus.

    Gerade die deutsche Geschichte ist voll von Regimen, die angeblich ganz genau gewusst haben, was Glück, Fortschritt und Wohlbefinden für "das Volk" ist und was nicht.
    Das endet dann auch nur wieder in blut und Tränen....

    Und das "Little Sarko" mit seinem Gequake nach nem biP Ersatz nur die eklatanten und dauerhaften Probleme, überhaupt noch nennenswertes und dauerhaftes biP Wachstum zu erreichen, vertuschen möchte, sollte nun wirklich jedem klar sein.

  • 22.10.2009, 17:02 UhrAnonymer Benutzer: @lingupingu.. volle Zustimmung

    Das biP sagt immer weniger zur Leistungsfähigkeit des Landes aus. Der weit überwiegende Teil der darin gemessenen "Leistungen" besteht aus heißer Luft: Wir haben unzählige Dinge und "Arbeitsleistungen", die gar keine sind, die niemand will (außer Politiker), wofür es in jedem Ort aber beauftragte gibt und wofür in jedem Land dann Unterbehörden und im bund dann bundesämter sowie Gerichte, Lehranstalten, Ausbildungsstätten etc. stehen - mit allem drum und dran - bis hinzu Putzfraugeschwadern. Der Staat ist weiter voll von Künstlern, Kulturträgern, Vordenkern und sonstigen Oberlehrern, die alle angeblich zum biP beitragen, deren Produkte aber privat kaum nachgefragt werden. Die Theater, Denkmäler etc. muß der Steuerzahler deshalb mit Milliardenbeträgern bezahlen. All dies zählt fälschlicherweise zum biP.

    Ob jemand reich oder arm ist, wird aber letztlich durch Soll oder Haben auf dem Konto entschieden. Fakt ist, daß die gesamten Steuereinnahmen bei uns demnächst nur noch für Soziales + Schuldendienst reichen. Alle Standard -Staatsaufgaben eines gesunden Staates müssen deshalb demnächst komplett mit neuen Schulden bestritten werden.

    Die Summe all der heißen Lüfte (biP) beträgt zwar 2 billionen Euro, aber eine 4-köpfige Familie hat statistisch wegen 1,6 bill. Schulden bei 80 Mio. Einwohner tatsächlich 80.000 Euro Staatsschulden.

    Der biP-begriff ist daher bis ins Mark unwissenschaftlich - ja lächerlich.

  • 22.10.2009, 21:53 UhrAnonymer Benutzer: gostom

    Von mir ebenfalls volle Zustimmung. Das begründe ich damit, dass meine Verwandten im benachbarten Polen seit über 5 Jahren mittlerweile viel besser leben, als ich im goldenen Westen. Das war ja noch nicht so langer her umgekehrt. Und wir sind noch nicht am Ende.

  • 23.10.2009, 22:20 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Das biP mag vielleicht zu kurz greifen, da alleine auf monetäre ökonomische Sachverhalte ausgerichtet. Es handelt sich dabei aber bei allen Schwächen noch um das relativ vergleichsbarste instrument zur Messung des Wohlstandes. Alles Andere ist viel zu viel von Ansichten bestimmter Gruppen, Schichten oder Parteien geprägt. Wer will denn die Lebensqualität für ein Volk definieren? Die Parteien? Die von ihnen beauftragten institute? Da weiss man jetzt schon, dass getrickst und geschoben wird wo es nur geht. Jeder bekommt dann seine Glücksfaktor übergestülpt. Sei ruhig und halte den Mund schließlich beweisen wir dir ja, dass du in diesem Lande gefälligst glücklich zu sein hast. Man bewahre die Menschheit vor solchem Mist.

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