Deutsche Konjunktur: Frühindikator auf Allzeithoch

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von Bert Losse

Im November ist der Earlybird-Indikator, der die Lage der Weltkonjunktur beschreibt, angestiegen.

Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft haben sich wieder aufgehellt. Nach seinem Rückgang im Oktober ist der Earlybird-Frühindikator, den die Commerzbank exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, im November gestiegen und hat mit 2,56 Zählern sogar ein neues Allzeithoch erreicht. Der viel beachtete Indikator erfasst den Außenwert des Euro, die kurzfristigen Realzinsen sowie (als Messgröße für die Lage der Weltwirtschaft) den Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie (ISM). Das Konjunkturbarometer hat gegenüber der Realwirtschaft einen Vorlauf von sechs bis neun Monaten.

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Grund für den aktuellen Anstieg war zum einen ein niedrigerer kurzfristiger Realzins, der allerdings weniger auf die neuerliche Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) als auf eine höhere Kernteuerungsrate zurückzuführen ist. Zudem legte der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im November überraschend um 0,9 auf 57,3 Punkte zu. Diese beiden Effekte konnten den im Monatsdurchschnitt etwas stärkeren Euro überkompensieren.

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„Den Löwenanteil zu dem sehr hohen Indexwert liefert unverändert die Geldpolitik. Folglich wird sich das vom Early Bird signalisierte sehr gute Umfeld für die Konjunktur nur dann in entsprechenden Wachstumsraten niederschlagen, wenn die Impulse der Geldpolitik die Realwirtschaft auch wirklich erreichen“, schreiben die Commerzbank-Ökonomen in ihrer Analyse für die Wirtschaftswoche. Der zuletzt verzeichnete Zuwachs bei den Ausrüstungsinvestitionen im zweiten und dritten Quartal mache Hoffnung, dass dies zunehmend geschehe.

Konjunkturelles Fazit der Ökonomen: „Da eine erneute Eskalation der Staatsschuldenkrise wenig wahrscheinlich ist, gehen wir davon aus, dass die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in den kommenden Monaten weiter zunehmen wird -  womit der Weg frei wäre für annualisierte Zuwachsraten der deutschen Wirtschaft von bis zu zwei Prozent.“

Derweil zeigt auch ein anderer Frühindikator klar nach oben: Der vom Londoner Markit-Institut ermittelte Einkaufsmanagerindex für die deutsche Privatwirtschaft kletterte um 2,2 auf 55,4 Punkte – das ist der höchste Stand seit fast zweieinhalb Jahren.

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