Deutscher Export : Drittes Rekordjahr in Folge

Deutscher Export : Drittes Rekordjahr in Folge

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Der deutsche Export kann sein drittes Rekordjahr in Folge verbuchen.

Die Nachfrage nach „Made in Germany“ boomt - vor allem in der Europäischen Union. Außerhalb Europas schwächeln die Geschäfte dagegen. In Brüssel sorgt die deutsche Exportkraft für Kritik.

Deutschlands Exportwirtschaft setzt ungeachtet der Verunsicherung durch das Brexit-Votum und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ihren Rekordkurs fort. Waren im Bestwert von 1,21 Billionen Euro gingen 2016 ins Ausland, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Es war das dritte Rekordjahr in Folge und ein Anstieg um 1,2 Prozent. Die Einfuhren erhöhten sich um 0,6 Prozent auf 954,6 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchstwert.

Die Export-Stärke Deutschlands dürfte allerdings weiter für Diskussion sorgen. Da Deutschland mehr Waren im Ausland verkauft als vor dort einführt, stieg der Exportüberschuss auf den Rekordwert von 252,9 Milliarden Euro. Der Leistungsbilanzüberschuss kletterte auf 266,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 252,6 Milliarden Euro). In die Leistungsbilanz fließen neben Waren und Dienstleistungen unter anderem Zinsen und Löhne ein.

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Der Rekord birgt nach Einschätzung der EU-Kommission Gefahren für den Euroraum. Deutschlands „großer und andauernder“ Leistungsbilanzüberschuss verursache ökonomische Ungleichgewichte, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde. „Er wirkt sich nachteilig auf die Wirtschaftsleistung der Eurozone aus.“

Die Exportkraft Deutschland sorgt immer wieder für Kritik, zuletzt aus den USA. Präsidentenberater Peter Navarro warf Deutschland vor, die USA und die EU-Partner durch einen schwachen Euro „auszubeuten“.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte dies scharf zurückgewiesen. „Der Vorwurf, Deutschland beute die USA und andere Länder mit einer unterbewerteten Währung aus, ist mehr als abwegig.“ Deutsche Unternehmen seien vor allem deshalb so erfolgreich, „weil sie hervorragend auf den Weltmärkten positioniert sind und mit innovativen Produkten überzeugen“.

Besonders kräftig war die Nachfrage nach „Made in Germany“ im vergangenen Jahr in der Europäischen Union. Die Exporte stiegen um 2,2 Prozent auf 707,9 Milliarden Euro. Außerhalb der EU bekamen die Unternehmen dagegen die Schwäche des Welthandels und die politischen Unsicherheiten zu spüren. Die Ausfuhren sanken um 0,2 Prozent auf 499,6 Milliarden Euro.

Der Außenhandelsverband BGA hatte zuletzt für 2016 ein Export-Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau vorhergesagt. Zum Jahresende legte die Branche allerdings einen kräftigen Schlussspurt hin.

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Zunächst klingt alles super: Deutschland stellt Produkte her, die sich weltweit gut verkaufen. Doch Deutschland lebt, was die öffentliche Infrastruktur angeht, von seiner mürben Substanz.

Container im Hamburger Hafen. Quelle: dpa
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