Deutscher Exporthandel: Die Produktion schrumpf, aber Exporte steigen

Deutscher Exporthandel: Die Produktion schrumpf, aber Exporte steigen

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ARCHIV - Frachtcontainer werden am 3. Juni 2009 an einem Verladeterminal der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) im Hafen von Hamburg verladen. Die deutschen Exporte haben im Juli im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag, 8. September 2009, mitteilte, gab es angesichts der weltweiten Krise gegenueber dem Vorjahresmonat allerdings noch ein Minus von 18,7 Prozent. (AP Photo/Fabian Bimmer, Archiv) ** zu APD1675 ** --- FILE - In this June 3, 2009 file photo containers are loaded at a terminal of the "Hamburger Hafen und Logistik AG" (HHLA) in the harbor of Hamburg, northern Germany. German exports were up 2.3 percent on the month in July, showing their third consecutive monthly improvement, official data showed Tuesday, Sept. 8, 2009. Germany exported goods and services worth 70.5 billion euros (US$101 billion) in July, the Federal Statistical Office said in a preliminary report. (AP Photo/Fabian Bimmer, File)

Weil die Nachfrage aus den europäischen Ländern gestiegen ist, haben sich im März die deutschen Ausfuhren erhöht. Trotzdem drosselten Industrie, Baubranche und Versorger gleichzeitig ihre Produktion.

Die Geschäfte der deutschen Exporteure liefen im März dank reger Nachfrage aus Europa deutlich besser als erwartet. Die Ausfuhren stiegen um 1,9 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der kräftigste Zuwachs seit einem halben Jahr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten eine Stagnation vorhergesagt, nachdem es im Februar ein Plus von 1,3 Prozent gegeben hatte. Die Importe fielen um 2,3 Prozent und damit unerwartet deutlich. Die Exporte übertrafen die Importe kalender- und saisonbereinigt um 23,6 Milliarden Euro.

Insgesamt verkauften die Unternehmen Waren im Wert von 107,0 Milliarden Euro ins Ausland. Das sind 0,5 Prozent weniger als im März 2015. Die Ausfuhren in die EU-Länder legten um 1,7 Prozent zu. Im Geschäft mit den nicht zur Euro-Zone gehörenden EU-Staaten - wie etwa Polen und Großbritannien - gab es sogar ein Wachstum von 2,9 Prozent. Die Nachfrage aus der Währungsunion zog um 1,0 Prozent an. Die Lieferungen in die Länder außerhalb der Europäischen Union - und damit etwa in die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China - schrumpften dagegen um 3,4 Prozent.

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Trotz anziehender Exportgeschäfte drosselten die Unternehmen allerdings ihre Produktion. Industrie, Baubranche und Versorger stellten im März zusammen 1,3 Prozent weniger her als im Vormonat. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2014. Ökonomen hatten lediglich ein Minus von 0,2 Prozent erwartet. Im gesamten ersten Quartal wurde die Produktion dagegen wegen des sehr guten Jahresauftakts um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal ausgeweitet. "Das Produzierende Gewerbe hat seine außenwirtschaftlich bedingte, leichte Schwächephase des zweiten Halbjahres 2015 hinter sich gelassen", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu.

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