Deutschland: Inflation auf Vier-Jahres-Tief

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Deutschland: Inflation auf Vier-Jahres-Tief

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Die deutschen Verbraucher können sich freuen: Die Inflationsrate bleibt niedrig.

Die Verbraucherpreise steigen nur noch langsam. Vor allem Energie wurde günstiger - mit Ausnahme von Strom. Bei Nahrungsmitteln wurde Gemüse billiger, Milchprodukte legten hingegen deutlich zu.

Fallende Preise an den Zapfsäulen und billigeres Heizen halten die Inflationsrate in Deutschland auf ihrem Viereinhalb-Jahres-Tief. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im August erneut um durchschnittlich 0,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. "Eine niedrigere Teuerungsrate wurde zuletzt im Februar 2010 mit 0,5 Prozent ermittelt", hieß es.

Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Sie hat im Kampf gegen eine drohende Deflation in der Euro-Zone ihren Leitzins vergangene Woche auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt.

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Günstiger wurde vor allem Energie: Leichtes Heizöl verbilligte sich um 5,0 Prozent, Benzin und andere Kraftstoffe um 4,4 Prozent. Strom kostete hingegen 1,7 Prozent mehr als im August 2013.

Belastung der Haushalte Strompreis ist um 38 Prozent gestiegen

Seit 2008 mussten die Deutschen immer mehr für Strom bezahlen. Die Bundesregierung räumte nun ein, dass die Preise in den vergangenen sechs Jahren um 38 Prozent gestiegen sind.

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren um fast 40 Prozent gestiegen. Quelle: dpa

Nahrungsmittel verteuerten sich um durchschnittlich 0,3 Prozent, wobei es hier große Schwankungen gibt. Quark und Schnittkäse kosteten jeweils knapp 14 Prozent mehr, während sich Kartoffeln um fast ein Drittel und Paprika um 18 Prozent verbilligten. Die Nettokaltmieten - für die private Haushalte etwa ein Fünftel ihrer Konsumausgaben aufwenden - erhöhten sich um 1,5 Prozent.

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Experten rechnen erst im kommenden Jahr wieder mit spürbar stärker steigenden Verbraucherpreisen. Ökonomen rechnen dann mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,8 Prozent, nachdem es 2014 rund 1,1 Prozent sein dürften. Dazu sollen steigende Löhne und die Einführung des Mindestlohns beitragen. Unternehmen dürften versuchen, höhere Lohnkosten an ihre Kunden weiterzugeben.

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