Einkaufsmanagerindex: Chinas Konjunkturaussichten verschlechtern sich

Einkaufsmanagerindex: Chinas Konjunkturaussichten verschlechtern sich

, aktualisiert 01. Juli 2016, 10:55 Uhr
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Ein Verkäufer in Peking prüft die Echtheit der Yuan-Note: Die Wachstumsaussichten in China verschlechtern sich.

Quelle:Handelsblatt Online

Sah es im Frühjahr noch nach Stabilisierung aus, wächst wieder der Abwärtsdruck für die zweitgrößte Volkswirtschaft. Die Unsicherheit um den Brexit könnte die Nachfrage nach „Made in China“ weiter dämpfen.

PekingDie Stimmung in der chinesischen Wirtschaft hat sich spürbar verschlechtert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Wirtschaftsmagazins „Caixin“ für das herstellende Gewerbe fiel im Juni so schnell wie seit vier Monaten nicht mehr auf 48,6 Punkte, wie das Blatt am Freitag berichtete. Es war mit einem Minus von 0,6 Punkten gegenüber dem Vormonat der dritte monatliche Rückgang in Folge. Die Daten deuten laut Experten darauf hin, dass das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft im zweiten Quartal zurückgehen wird.

Auch der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamtes und Logistikverbandes, der stärker staatliche Unternehmen berücksichtigt, war rückläufig. Er fiel zwar nur leicht um 0,1 auf 50,0 Punkte, doch war es der schwächste Stand seit Februar. Oberhalb der kritische Grenze von 50 ist beim Einkaufsmanagerindex von einer Kontraktion der Produktionstätigkeit auszugehen, darüber von einer Expansion.

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„Insgesamt sind die wirtschaftlichen Bedingungen im zweiten Quartal deutlich schwächer als im ersten Quartal, was bedeutet, dass der Abwärtsdruck nicht nachgelassen hat“, sagte der Ökonom Zhong Zhengsheng von der CEBM-Forschungsgruppe. „Vor dem Hintergrund eines turbulenten externen Umfelds und um einen starken Abschwung zu vermeiden, muss die Regierung ihre proaktive Haushaltspolitik stärken, während eine umsichtige Geldpolitik verfolgt wird.“

Die Stimmung in den Chefetagen chinesischer Unternehmen zeigt nach Einschätzung der australischen ANZ Bank, dass China im zweiten Quartal weniger als die 6,7 Prozent Wachstum von Januar bis März erreichen wird. Anlageinvestitionen und Einzelhandelsumsätze seien im Juni zurückgegangen. Auch das Wachstum der Industrieproduktion sei gebremst. Der Dienstleistungsbereich werde den Abschwung der alten Wachstumstreiber nicht auffangen können, so dass wohl nur 6,5 Prozent Wachstum erreicht werden, meinten die ANZ-Experten.

Das Votum der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union stelle ein neues Risiko für die Nachfrage aus dem Ausland und eine Herausforderung für das herstellende Gewerbe in China in der zweiten Hälfte des Jahres dar, heißt es in der Analyse. Chinas Regierung plant für dieses Jahr ein Wachstum von 6,5 bis 7 Prozent. Im vergangenen Jahr ist die chinesische Wirtschaft mit 6,9 Prozent so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr gewachsen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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