Erholung: Deutsche Produktion legt kräftig zu

Erholung: Deutsche Produktion legt kräftig zu

, aktualisiert 07. Dezember 2011, 14:02 Uhr
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Thyssenkrupp-Mitarbeiter im Duisburger Stahlwerk.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach kurzer Durststrecke haben deutsche Firmen ihre Produktion kräftig hochgefahren. Den stärksten Impuls für das Wachstum im Oktober lieferte die Industrie: Sie stellte 0,8 Prozent mehr her als im September.

BerlinNach zweimonatiger Durststrecke haben die deutschen Firmen ihre Produktion im Oktober überraschend kräftig hochgefahren. Sie stellten 0,8 Prozent mehr her als im Vormonat, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Das Plus fiel damit doppelt so stark aus wie von Analysten erwartet. Das Ministerium sprach von einer „gewissen Erholung“ nach zuvor zwei Rückgängen in Folge. „Die bereits im Verlauf des dritten Quartals sichtbare Zurückhaltung bei der Produktion setzt sich gleichwohl fort.“

Bei den Auftragseingängen hatte sich hingegen im Oktober mit einem unerwartet kräftigen Plus von 5,2 Prozent eine deutliche Besserung eingestellt. Das war der stärkste Zuwachs seit mehr als anderthalb Jahren. Wegen der Schuldenkrise und der schwächeren Weltkonjunktur wird aber künftig wieder mit stärkerem Gegenwind gerechnet.

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Den stärksten Impuls für das Produktionswachstum lieferte die Industrie: Sie stellte 0,8 Prozent mehr her als im September. In den einzelnen Sparten bot sich ein gemischtes Bild. Während die Hersteller von Maschinen, Fahrzeugen und anderen Investitionsgütern 2,2 Prozent mehr erzeugten, stagnierte die Produktion der Konsumgüterbranche. Die Hersteller von Vorleistungsgütern wie Chemikalien fuhren ihre Leistung sogar um 0,4 Prozent herunter. Die Bauproduktion legte um 0,4 Prozent zu, die Energieerzeugung um 1,1 Prozent.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet damit, dass die Industrie ihre Produktion im Winterhalbjahr zurückfahren wird. Ab dem Frühjahr sollte sich die Stimmung jedoch wieder aufhellen, sagte DIW-Expertin Dorothea Lucke. Für 2012 prognostiziert sie eine stagnierende Industrieproduktion und ist damit deutlich pessimistischer als die Verbandsvertreter, die im Schnitt mit einem Plus von zwei Prozent rechnen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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