Euro-Zone: Inflation nähert sich EZB-Ziel

Euro-Zone: Inflation nähert sich EZB-Ziel

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Die Verbraucherpreise sind in der Euro-Zone wieder deutlich gestiegen. Im Durchschnitt der Euro-Länder lag sie im April bei 1,9 Prozent.

Die Inflation in der Euro-Zone nähert sich dem EZB-Ziel: Bei 1,9 Prozent lag die Teuerungsrate im April. EZB-Chef Mario Draghi strebt eine Zielmarke von zwei Prozent an.

Die Inflation in der Euro-Zone ist auf dem Vormarsch und bereits nahe der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Verbraucherpreise stiegen im April um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Im März lag die Teuerungsrate lediglich bei 1,5 Prozent.

Die Energiepreise zogen im April um 7,6 Prozent an und damit etwas stärker als im März. Dienstleistungen verteuerten sich mit 1,8 Prozent wesentlich kräftiger als im Vormonat, als diese Kosten nur um 1,0 Prozent stiegen. Für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mussten die Bürger 1,5 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.

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Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Ihr Präsident Mario Draghi hatte jüngst betont, trotz aufgehellter Wirtschaftsperspektiven und abnehmender Risiken sei weiter ein "sehr substanzieller" Konjunkturimpuls nötig. Finanzstaatssekretär Jens Spahn warnte, ohne eine baldige Normalisierung werde es negative Nebenwirkungen geben. Die EZB müsse sicherstellen, dass der Ausstieg aus der unkonventionellen Geldpolitik nicht "zu spät" eingeleitet werde, sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Wirtschaft der Währungsunion Erst Boom, dann Bust

Die Wirtschaft in der Euro-Zone wächst so stark wie in den USA. Höchste Zeit für die EZB, die Geldpolitik zu straffen. Sonst könnte sich das in Form einer neuen Euro-Krise bitter rächen.

Die Wirtschaft in der Euro-Zone legte im vierten Quartal 2016 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu – fast so kräftig wie in den USA (plus 0,5 Prozent). Quelle: dpa

Die Währungshüter planen noch bis mindestens Dezember, Wertpapiere im Umfang von 60 Milliarden Euro pro Monat aufzukaufen, um damit die Wirtschaft anzuschieben und für einen nachhaltigen Preisauftrieb zu sorgen. An den Finanzmärkten wird darüber spekuliert, dass sie ab Januar 2018 damit beginnen werden, diese Summe abzuschmelzen und 2018 eine Abkehr von der Nullzinspolitik einzuleiten.

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