Inflationsrate in Euro-Zone fällt weit unter EZB-Zielmarke

Euro-Zone: Inflationsrate fällt weit unter EZB-Zielmarke

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Die EZB strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an.

Die Inflationsrate der Euro-Zone ist im Juni nur um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Inflation in der Euro-Zone ist auf dem Rückmarsch. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni nur noch um 1,3 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die niedrigste Teuerungsrate in diesem Jahr. Im Mai lag sie noch bei 1,4 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für Juni sogar einen Rückgang auf 1,2 Prozent erwartet. Ein Grund ist, dass sich Energie mit 1,9 Prozent nicht mehr so stark wie in den Vormonaten verteuerte. Verantwortlich für die Preise im Juni waren vor allem Dienstleistungen, zu denen auch die Wohnungsmieten zählen. Industriegüter verteuerten sich ebenfalls etwas deutlicher als im Vormonat. Schwächer stiegen die Preise für Lebens- und Genussmittel.

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Wachstumsraten des Brutto Inland Produkts in Deutschland. Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Die Europäische Zentralbank strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an und ist damit derzeit recht weit von ihrem Zielwert entfernt. Nach einem optimistischen Konjunkturausblick von EZB-Chef Mario Draghi erwarten jedoch viele Experten, dass die Notenbank eine allmähliche Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik einleiten wird. Auch die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der EZB im kommenden Jahr haben deutlich zugenommen.

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Die Notenbank hält ihren Leitzins seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Die EZB und die nationalen Notenbanken erwerben zudem seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Damit wollen sie Banken zur stärkeren Kreditvergabe anregen, was der Konjunktur zugutekommen und so auch die Inflation antreiben soll. Die Käufe sollen noch bis mindestens Ende 2017 fortgesetzt werden und dann ein Gesamtvolumen von 2,28 Billionen Euro erreichen. An den Finanzmärkten wird darüber spekuliert, dass die EZB im kommenden Jahr ihre Wertpapierkäufe schrittweise reduzieren könnte. Einige Ökonomen erwarten, dass sie einen solchen Schritt im September ankündigen wird.

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