Eurokrise: EZB-Chefvolkswirt kündigt rigidere Geldpolitik an

Eurokrise: EZB-Chefvolkswirt kündigt rigidere Geldpolitik an

von Konrad Handschuch und Elke Pickartz

Jürgen Stark, Mitglied des Direktoriums und Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), warnt vor "Verzerrungen und Fehlanreizen" auf dem Geldmarkt.

Die Zinsen seien derzeit sehr niedrig und gleichzeitig habe die EZB reichlich Liquidität zur Verfügung gestellt, sagte er zur Begründung in einem Interview mit der WirtschaftsWoche.

Stark kündigt auch einen möglichen Ausstieg aus der Phase der lockeren Geldpolitik an: „Anfang Juli müssen die Banken im Euro-Raum der EZB 442 Milliarden Euro zurückgeben, die sie ihnen ein Jahr geliehen hat.

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Das wäre ein möglicher Anfang für den graduellen Ausstieg, wobei wir den Übergang glätten werden“, sagte der EZB-Chefvolkswirt.

Ausschlaggebend für diesen Schritt sei allerdings neben der weiteren Entwicklung der Konjunktur auch die Entwicklung auf dem Geldmarkt.

„Die weltweite Krise ist noch nicht ausgestanden, wir stecken ganz im Gegenteil gerade mitten in einer neuen kritischen Phase“, sagte Stark. 

 Insbesondere sei „die Gefahr noch nicht vom Tisch, dass Banken beginnen, sich gegenseitig nicht mehr zu vertrauen und sich kein Geld mehr zu leihen“.

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