Europäische Zentralbank: Ratsmitglied rechnet weiterhin mit expansiver Geldpolitik

Europäische Zentralbank: Ratsmitglied rechnet weiterhin mit expansiver Geldpolitik

, aktualisiert 30. Dezember 2016, 12:58 Uhr
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Das EZB-Ratsmitglied rechnet auch im kommenden Jahr mit einer expansiven Geldpolitik.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz einer womöglich höheren Inflation im Jahr 2017 geht EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny davon aus, dass die Geldflut weiter anhalten wird. Seit Längerem verharrt der Leitzins auf dem Rekordtief von null Prozent.

WienTrotz absehbar steigender Preise wird die EZB laut Ratsmitglied Ewald Nowotny die Geldschleusen 2017 wahrscheinlich offen halten. Stabile oder gar anziehende Ölpreise könnten zwar zu einem „deutlichen Anstieg der Inflationsraten“ führen, sagte der Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) am Freitag in Wien.

Doch die von den Währungshütern als ideal für die Wirtschaftsentwicklung angepeilte Marke einer Jahresteuerung von knapp zwei Prozent werde wahrscheinlich nicht erreicht. „Es ist daher weiterhin – aber nicht auf unbegrenzte Zeit – mit einer expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zu rechnen“, sagte Nowotny.

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Die Frankfurter Währungshüter halten ihre Leitzinsen bereits seit längerem auf dem Rekordtief von null Prozent. Anfang Dezember verlängerten sie zudem ihr billionenschweres Staatsanleihen-Kaufprogramm um neun Monate bis Ende 2017. Mit der Geldflut wollen sie die Konjunktur ankurbeln und die Inflation anheizen.

Der Stab der EZB hatte in seinen Projektionen für 2017 eine Inflationsrate von 1,3 Prozent veranschlagt. Wegen der anziehenden Ölpreise sind diese bis zum Stichtag 24. November erstellten Zahlen jedoch womöglich bereits Makulatur, wie der estnische Notenbankchef Ardo Hansson jüngst signalisierte.

Mit Spannung warten Experten auf die zu Jahresbeginn anstehenden Inflationsdaten für den Dezember: In Deutschland rechnen von Reuters befragte Fachleute mit einem Anstieg der Verbraucherpreise gemäß der für die EZB relevanten Berechnungsmethode (HVPI) um 1,3 Prozent. Für die Euro-Zone wird ein Wert von 1,0 Prozent veranschlagt. Im November lag die Jahresteuerung lediglich bei 0,6 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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