Eurostat-Zahlen: Euro-Zone: Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch

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Eurostat-Zahlen: Euro-Zone: Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch

Seit dem Beginn der Währungsunion vor 14 Jahren waren in der Euro-Zone nicht so viele Menschen ohne Job, wie aktuell: 18,7 Millionen Menschen hatten im Dezember keinen Job. Der Preisdruck ließ hingegen leicht nach.

Die Rezession lässt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf neue Rekordwerte. Im Dezember hatten 18,7 Millionen Männer und Frauen keinen Job, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Brüssel mit. Einen höheren Wert hat es seit dem Start der Währungsunion 1999 noch nicht gegeben. Im Vergleich zum November ist das eine Zunahme um 16.000, während die Zahl der Arbeitslosen gemessen am Vorjahresmonat um fast 1,8 Millionen zulegte. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 11,7 Prozent.

Die 10 Gebote für die Euro-Zone

  • 1. Du sollst nicht über deine Verhältnisse leben

    Kein Staat darf sein Defizit über drei Prozent der Wirtschaftsleistung steigen lassen. Tut er es doch, wird automatisch eine Geldstrafe gegen ihn verhängt.

  • 2. Du sollst gerechte Strafen nicht verhindern

    Der EU-Finanzministerrat darf Strafverfahren gegen Haushaltssünder nur noch in absoluten Ausnahmefällen stoppen - und dann nur mit Zweidrittelmehrheit. Das wird im neuen EU-Vertrag von Lissabon festgeschrieben.

  • 3. Du sollst Rücksicht auf nachfolgende Generationen nehmen

    Jeder Euro-Staat muss eine Schuldenbremse in seiner Verfassung verankern. Der europäische Pump-Kapitalismus gehört der Vergangenheit an.

  • 4. Du sollst Ehrfurcht vor dem Europäischen Gerichtshof haben

    Euro-Länder, die die Schuldenbremse nicht vorschriftsgemäß in ihrer Verfassung verankert haben, können vor dem europäischen Gerichtshof verklagt werden. Damit bekommt Europa in Finanzfragen Vorrang vor den Nationalstaaten.

  • 5. Du sollst Investoren nicht verunsichern

    Der griechische Schuldenschnitt bleibt ein einmaliger Sündenfall, der sich nicht wiederholen darf. Rechtsicherheit für Investoren wird im Gründungsvertrag des permanenten Euro-Rettungsschirms ESM festgeschrieben.

  • 6. Du sollst für Wirtschaftswachstum sorgen

    Die Euro-Zone bekommt eine echte Wirtschaftsregierung: Die Regierungschefs der Mitgliedstaaten treffen sich jeden Monat zu einem Gipfel, um ihre Wirtschaftspolitik zu koordinieren und das Wachstum gemeinsam anzukurbeln.

  • 7. Du sollst die Unabhängigkeit der EZB achten

    Die Europäische Zentralbank ist und bleibt unabhängig. Sie entscheidet selbst, ob und wie viele Staatsanleihen sie ankauft. Die Regierungen der Euro-Zone äußern sich dazu nicht.

  • 8. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Geld

    Euro-Bonds sind nicht geeignet, die Schuldenkrise zu lösen. Sie werden vorläufig nicht eingeführt. Jeder Euro-Staat haftet weiter individuell für seine Schulden.

  • 9. Du sollst auf die großen Volkswirtschaften hören

    Deutschland und Frankreich übernehmen als größte Volkswirtschaften de facto die politische Führung in der Euro-Zone. Das steht so nirgends, wird aber von fast allen akzeptiert.

  • 10. Du sollst das Kerneuropa als neue Wirklichkeit anerkennen

    Die Euro-Zone marschiert voran in Richtung Fiskalunion und lässt dabei notfalls die zehn Nicht-Euro-Länder hinter sich. Wenn EU-Vertragsänderungen nicht mit allen 27 Staaten machbar sind, werden sie eben von den 17 Euro-Ländern allein beschlossen.

Ein Trendwende ist nicht in Sicht. Einer Umfrage des Markit-Instituts unter Tausenden Industriebetrieben zufolge wurden im Januar den zwölften Monat in Folge Stellen abgebaut - und zwar in allen Ländern, mit Ausnahme der Niederlande. In Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich beschleunigte sich der Jobabbau sogar. Die Unternehmensberatung Ernst & Young befürchtet, dass die Zahl der Arbeitslosen bis Anfang 2014 über die Marke von 19 Millionen und die Quote auf zwölf Prozent steigen könnte.

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Die zehn wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

  • Platz 1

    Hongkong

  • Platz 2

    USA

  • Platz 3

    Schweiz

  • Platz 4

    Singapur

  • Platz 5

    Schweden

  • Platz 6

    Kanada

  • Platz 7

    Taiwan

  • Platz 8

    Norwegen

  • Platz 9

    Deutschland

  • Platz 10

    Katar

  • Quelle

    IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

    Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Der Preisdruck in der Euro-Zone ist dagegen zu Jahresbeginn leicht gesunken. Die Verbraucherpreise in den 17 Ländern lagen im Januar im Schnitt 2,0 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Brüssel in einer ersten Schätzung mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten damit gerechnet, dass die Jahresteuerung auf dem Dezember-Wert von 2,2 Prozent verharrt. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. In Deutschland waren die Preise im europäischen Vergleich (HVPI) zum Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen.

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