Inflation in der Eurozone stark zurückgegangen

Eurozone: Inflation ist stark zurückgegangen

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Die Inflationsrate im Euroraum ist weit entfernt vom Zwei-Prozent-Ziel der EZB.

Neues Jahrestief: Die Inflation in der Eurozone lag im Mai nur 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Teuerung in der Eurozone hat sich im Mai deutlich verringert. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Erhebung mitteilte, lagen die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April hatte die Inflationsrate noch 1,9 Prozent betragen. Im Monatsvergleich gingen die Verbraucherpreise im Mai um 0,1 Prozent zurück. Eurostat bestätigte damit vorläufige Zahlen.

Auch die Kernteuerung, die ohne Energie und Nahrungsmittel errechnet wird und den grundlegenden Preistrend wiedergeben soll, fiel zurück. Sie sank von 1,2 auf 0,9 Prozent. Deutlich teurer als vor einem Jahr war im Mai nach wie vor Energie - allerdings waren hier die Preissteigerungen in den Vormonaten wesentlich kräftiger ausgefallen.

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Nahrungsmittel kosteten 1,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Dienstleistungen verteuerten sich um 1,3 Prozent. Industriell gefertigte Güter waren dagegen nur um 0,3 Prozent teurer. Hauptgrund für den Rückgang: Energie verteuerte sich nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Auch bei Dienstleistungen ließ der Preisdruck nach, weil nach den Osterferien das Reisen wieder billiger wurde.

Euro-Zone Inflationsrate fällt auf 1,4 Prozent

erDie Inflation in der Euro-Zone fällt im Mai auf ihr Jahrestief. Damit sinkt der Druck auf die Europäische Zentralbank aus der ultra-lockeren Geldpolitik auszusteigen.

Die Verbraucherpreise stiegen in der Euro-Zone im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat nur gering an. Quelle: REUTERS

Mit der niedrigeren Inflation sinkt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), rasch aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik auszusteigen. Die Notenbank wagte jüngst lediglich einen Mini-Schritt in Richtung Kurswende: Sie strich die Option auf noch tiefere Zinsen aus ihren Standardformulierungen und bewertete die Konjunktur etwas optimistischer. EZB-Präsident Mario Draghi hatte die Risiken für das Wachstum erstmals seit Jahren als "weitgehend ausgeglichen" beschrieben. Höhere Zinsen dämpfen tendenziell den Preisanstieg, weil sie Kredite verteuern und das Sparen attraktiver machen.

Das Inflationsgefälle im Euroraum ist nach wie vor hoch. Es reicht von Nullinflation in Irland über 1,4 Prozent in Deutschland bis hin zu 3,5 Prozent in Estland. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflation von knapp zwei Prozent an und muss sich dabei an der durchschnittlichen Teuerung im Währungsraum orientieren.

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