Eurozone: Inflation verharrt auf niedrigem Niveau

Eurozone: Inflation verharrt auf niedrigem Niveau

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Dank niedriger Inflation steigen Europas Reallöhne: Da kaum noch Preissteigerungen ausgeglichen werden müssen, reichen schon geringe Tariferhöhungen um Reallöhne zu erhöhen, so eine aktuelle Studie.

Die Teuerung im Euroraum bleibt wegen gesunkener Energiepreise auf niedrigem Niveau. Das beflügelt die Reallöhne fast in ganz Europa, zeigt eine Studie.

Trotz massiver Geldspritzen der EZB bleibt die Inflation in der Euro-Zone weit niedriger als den Währungshütern lieb sein kann. Die Preise legten im August zum Vorjahr um 0,2 Prozent zu, wie das Europäische Statistikamt am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 0,1 Prozent gerechnet. Im Juli war die Teuerung mit 0,2 Prozent genauso niedrig wie nun im August. Insbesondere die zum Vorjahr um 7,1 Prozent gesunkenen Energiekosten sorgten dafür, dass die Inflationsrate weit unter dem von der EZB angestrebten Niveau von knapp zwei Prozent verharrt.

Andererseits bringt die anhaltend niedrige Inflation aber auch immer mehr europäischen Arbeitnehmern reale Lohnzuwächse ein. Da kaum noch Preissteigerungen ausgeglichen werden müssen, reichen schon geringe Tariferhöhungen, wie aus einer am Montag in Düsseldorf vorgestellten Studie der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung hervorgeht. Danach werden für dieses Jahr nur noch in Kroatien sinkende Reallöhne erwartet, nachdem 2014 noch in den sechs EU-Staaten Griechenland, Portugal, Zypern, Kroatien, Polen und Slowenien die Arbeitnehmer nach Abzug der Teuerung weniger Verdienst in der Tasche hatten als im Jahr zuvor.

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Einzelhandel Kauflaune lässt die Kassen klingeln

Die deutschen Einzelhändler sind überraschend gut in die zweite Jahreshälfte gestartet. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel das Ergebnis positiv aus.

Einzelhändler haben mehr in der Kasse - dank guter Kauflaune der Verbraucher. Quelle: dpa

Mit einer Reallohn-Steigerung um 1,8 Prozent lagen die deutschen Arbeitnehmer 2014 erneut im vorderen Mittelfeld und deutlich über dem EU-Schnitt von plus 0,6 Prozent. Am stärksten stiegen die Reallöhne in den baltischen Staaten. Für 2015 werden ebenfalls eine schwache Preisentwicklung und Reallohnsteigerungen erwartet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte die jüngste Entwicklung der Inflationsrate vor der am Donnerstag anstehenden Zinssitzung besonders aufmerksam beobachten. Sie pumpt seit März kräftig Geld in das Finanzsystem, um die Konjunktur anzuschieben und die Teuerung nach oben zu treiben. Sie will eine deflationäre Spirale aus fallenden Verbraucherpreisen, sinkenden Löhnen und Investitionen verhindern, die eine Konjunktur lähmen kann. Das bis September 2016 laufende Programm zum Ankauf von Staatsanleihen und weiteren Wertpapieren soll einen Umfang von 1,14 Billionen Euro haben.

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