Exporte: Schwellenländer befeuern die deutsche Konjunktur

Exporte: Schwellenländer befeuern die deutsche Konjunktur

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Die Zukunft liegt im Osten. Anteile einzelner Länder am deutschen Export und deren Veränderung. Für die Großansicht auf das Bild klicken.

von Malte Fischer

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist ein Gewinner der Globalisierung. Eine neue Studie zeigt, wo die Zukunftsmärkte für unsere Unternehmen liegen und welche Handelspartner an Bedeutung verlieren.

Während die Konjunktur in vielen europäischen Ländern noch nicht recht Tritt fasst und dem Aufschwung in den USA schon wieder die Puste auszugehen droht, setzt sich in Deutschland der Aufwärtstrend fort. Der Grund dafür ist die starke Exportorientierung deutscher Unternehmen, die Kritiker während der Krise noch lautstark infrage stellten. Rund 45 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) stammen aus dem Export.

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Eine neue, noch unveröffentlichte Studie des Münchner ifo Instituts zeigt, dass Deutschland vor allem von der Nachfrage der Schwellenländer profitiert. Um die Absatzchancen jenseits der Grenzen zu quantifizieren, haben die Ökonomen einen Exportnachfrageindikator entwickelt, der das BIP der 25 wichtigsten Absatzmärkte mit deren Anteilen am deutschen Export gewichtet. Sie fanden heraus, dass ein Anstieg des Auslands-BIPs um 1,0 Prozent den deutschen Export langfristig um 2,5 Prozent erhöht. Grund für die hohe Elastizität ist die Konzentration deutscher Anbieter auf Investitionsgüter, die in den Schwellenländern reißenden Absatz finden.

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Um abzuschätzen, wie sich die Bedeutung einzelner Märkte für die deutschen Exporteure verändert hat, haben die Forscher den aktuellen Exportanteil der Zielländer mit der Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren verglichen (siehe Grafik). Dabei zeigte sich, dass der Anteil der Schwellenländer kräftig zugelegt hat, während die Anteile europäischer Länder und der USA sanken. China, Brasilien, Indien und Russland, die überdurchschnittlich stark wachsen, dürften nach Ansicht der ifo-Ökonomen in Zukunft ihren Anteil an den deutschen Exporten weiter erhöhen (Pfeil in der Grafik weist nach rechts). Dagegen dürften die Euro-Zone und Großbritannien an Bedeutung verlieren.

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