Exportklima: Wenig Hoffnung auf bessere Zeiten

Exportklima: Wenig Hoffnung auf bessere Zeiten

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Indikator legt leicht zu: Exportklima und Ausfuhr (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Prosit Neujahr? Für die meisten deutschen Unternehmen kann das Jahr 2009 nicht schnell genug vorübergehen. In 41 von 43 Branchen hat sich die Stimmung zum Teil drastisch verschlechtert, meldet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

29 Wirtschaftsbereiche wollen ihre Investitionen zurückfahren, zeigt eine aktuelle IW-Umfrage, darunter Bauwirtschaft, Handwerk, Stahlindustrie, Gastgewerbe und Speditionen. Der ifo-Geschäftsklimaindex krachte im Dezember von 85,8 auf 82,6 Punkte herunter – das ist der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Das Geschäftsklima ist damit nun fast so schlecht wie zu Zeiten der zweiten Ölkrise Ende 1982.

Angesichts derartiger Zahlen lassen positive Neuigkeiten umso mehr aufhorchen. Das Exportklima etwa hat sich in Deutschland im November leicht verbessert. Der vom Münchner ifo Institut exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelte Index legte gegenüber dem Vormonat um 0,1 Punkte zu. Dies lag am gesunkenen Euro-Kurs, der die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen verbesserte. Doch Vorsicht: Eine echte Wende zeigt der Indikator noch nicht an, zumal der Euro aktuell wieder zulegt. „Besonders die stark verschlechterten Geschäftsaussichten der europäischen und amerikanischen Unternehmen lassen eine geringere Nachfrage nach deutschen Investitions- und Vorleistungsgütern erwarten“, warnen die ifo-Ökonomen.

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Genau dies spüren viele Unternehmen schon jetzt. Die Auftragseingänge aus dem Ausland schrumpften im verarbeitenden Gewerbe im Oktober saisonbereinigt um 6,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr lag das Minus sogar bei 22,8 Prozent. Die reale Ausfuhr legte saisonbereinigt nur noch um rund 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Kein Wunder, dass die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen im November saisonbereinigt um 9,2 auf minus 20,3 Saldenpunkte eingebrochen sind. Neben den Sparten Fahrzeugbau und Maschinenbau rutschten dabei erstmals auch die Exporterwartungen für die chemische Industrie in den roten Bereich.

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